Bundesweite Kampagne des Fonds Gesundes Österreich: "Die Ernährungspyramide baut auf!"

Ernährung ist der wichtigste Schlüssel für Gesundheit

Wien (OTS) - Fünf von sieben Haupt-Risikofaktoren für schwere Erkrankungen und Todesfälle stehen in einem Zusammenhang mit der Ernährung. Mit seiner Informations-Offensive unter dem Motto "Die Ernährungspyramide baut auf!" zeigt der Fonds Gesundes Österreich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und weiteren KooperationspartnerInnen, wie diese Risiken durch eine vielfältige und ausgewogene Ernährung verringert werden können. Die zentrale Botschaft der Initiative: Kein Lebensmittel ist "ungesund" und deshalb verboten. Es kommt allein auf die Menge und Kombination an. Grafisch veranschaulicht wird das durch die Ernährungspyramide .

"Von den sieben Haupt-Risikofaktoren für vorzeitige Todesfälle in Europa stehen fünf direkt oder indirekt in Zusammenhang zur Ernährung", betonte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat beim offiziellen Start der bundesweiten Ernährungskampagne unter dem Motto "Die Ernährungspyramide baut auf!", die in den kommenden Monaten vor allem durch TV-Spots sowie Inserate die ÖsterreicherInnen für mehr Ernährungsbewusstsein sensibilisieren soll. Im Einzelnen seien diese fünf Faktoren erhöhter Blutdruck und erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht, zu geringer Obst- und Gemüsekonsum sowie zu hoher Alkoholkonsum, so Maria Rauch-Kallat. "Da die Ernährung für unsere Gesundheit derart große Bedeutung hat, gibt es für präventive Maßnahmen in diesem Bereich auch ein besonders großes Potenzial", so die Ministerin.

Risiken verringern - Gesundheit schmackhaft machen

Die aktuelle Initiative des Fonds Gesundes Österreich und des Gesundheitsministeriums soll wesentlich dazu beitragen, diese Potenziale auch zu nutzen. Die durch falsche Ernährung bedingten Erkrankungsrisiken sollen verringert und den ÖsterreicherInnen gesündere Formen des Essens und Trinkens schmackhaft gemacht werden. "Wir empfehlen eine vielfältige und ausgewogene Ernährung, die dem Bild der Ernährungspyramide entsprechend zusammengesetzt ist.", erklärte Dennis Beck, der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, eine wesentliche Zielsetzung der Kampagne. Die Ernährungspyramide veranschaulicht, in welchen Mengen bestimmte Lebensmittelgruppen auf dem Menüplan der Österreicherinnen und Österreicher stehen sollten.

Kein Lebensmittel ist "ungesund"

Das heißt: Kein Lebensmittel ist ungesund oder gar "verboten". Aber manche Dinge sollten eben nur sehr selten gegessen werden, andere täglich und reichlich - so wie Obst und Gemüse, von denen fünf Portionen pro Tag empfehlenswert sind, gleiches gilt für Kartoffeln und Getreideprodukte. Diese Produkte bilden die Basis der Pyramide. Weit oben finden sich Fette und Öle, von denen möglichst wenig verzehrt werden sollte, an der Spitze stehen kleine "Extras" wie Süßigkeiten, Mehlspeisen und salzige Knabbereien.

Gut und gesund

"Wir wollen mit unserer aktuellen Kampagne nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vor gesundheitlich ungünstigen Formen der Ernährung warnen", betonte Beck. Vielmehr solle den Menschen in Österreich gesundes Essen schmackhaft gemacht werden. Denn hierzulande stehe eine Vielfalt an wohlschmeckenden Nahrungsmitteln zur Verfügung, die gleichzeitig auch das Wohlbefinden erhöhen könnten, so der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich: "Wer einmal damit begonnen hat, sich vielseitig und ausgewogen zu ernähren, wird bald merken, dass gesund letztlich auch genussvoll bedeutet."

Die Elemente der Kampagne

Die Hauptelemente der Kampagne sind TV-Spots sowie Inserate in Print- und online-Medien. Kernstück ist ein TV-Spot mit dem aus der Fernsehserie "Kaisermühlen Blues" bekannten Schauspieler Gerald Pichowetz. Er vermittelt mit Augenzwinkern die Bedeutung der "Ernährungspyramide" für die Gesundheit: Falsch zusammen gesetzt, stürzt sie ein. Das Wohlbefinden stellt sich vor einem köstlichen, ausgewogenen Menü ein. Inserate in Printmedien, mit dem Gerald-Pichowetz-Sujet und dem der Ernährungspyramide, machen auf das Thema aufmerksam. Ein Info-Folder mit vielen praktischen Tipps zu gesunder Ernährung und eine Broschüre helfen, das Wissen zu vertiefen. "Außerdem werden auf unserer Website www.gesundesleben.at spezielle Inhalte zu unserem aktuellen Schwerpunktthema abrufbar sein - unter anderem Tipps zu Themen wie Abnehmen, aber wie? und ein Ernährungs-ABC.", erklärt Dennis Beck. Für eine hohe Frequenz dieses Angebots sorgen Banner auf den populärsten Internetseiten des Landes.

Aktionstage in allen Bundesländern

Während das Ziel der Kampagne eine möglichst große Breitenwirkung ist, zielen Ernährungstage in allen Bundesländern auf eine regionale Vertiefung des Themas ab. Es werden in allen Bundesländern je zehn Aktionstage stattfinden, die vom aks austria - Forum österreichischer Gesundheitsarbeitskreise - organisiert werden. An Veranstaltungsorten wie etwa Messehallen oder Einkaufszentren werden unter anderem Info-Materialien verteilt, ErnährungsexpertInnen geben ihr Wissen an Besucher weiter. Weiters sind unter anderem "Blindverkostungen" verschiedener Lebensmittel geplant. Wer alles richtig errät, erhält eine kleine Belohnung. Verteilt werden bei den Aktionstagen Kinder-T-Shirts mit einem Cartoon und der Ernährungspyramide, Sets zu je 5 Kinder-Gummiarmbändern sollen den Nachwuchs dazu animieren, 5 mal täglich zu Gemüse und Obst zu greifen. Baumwoll-Einkaufstaschen mit der Ernährungspyramide als Aufdruck sollen dazu anregen, beim Einkauf öfter eine "gesunde Wahl" zu treffen.

Kooperationen mit SPAR, Shell und Rosenberger

"Uns war es ein Anliegen, dass die Menschen dort, wo sie einkaufen und essen, mit der Ernährungskampagne in Kontakt kommen!", so Dennis Beck. Dazu ist dem Fonds Gesundes Österreich gelungen, SPAR, Shell und Rosenberger als Kooperationspartner zu gewinnen. In allen 1.500 SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkten werden die Info-Folder verteilt, darüber hinaus gibt es weitere gemeinsame Aktivitäten bei den Aktionstagen. In den Shell-Shops gibt es zur Information über gesunde Ernährung die passende Kostprobe in Form eines ausgewogen gefüllten Weckerls. Bei Rosenberger werden ebenfalls die Info-Folder aufliegen, eigens entworfene Tischsets weisen darauf hin, wie einfach man sich in den Restaurants ein gesundes Menü zusammenstellen kann.

Ernährung auf gesunder Basis

Hohen Bedarf für die Aufklärungsarbeit durch die Kampagne beobachtet Univ.-Prof. Dr. Ingrid Kiefer vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien: "Die Ernährung der ÖsterreicherInnen setzt sich immer noch sehr ungünstig zusammen", so die Ernährungswissenschaftlerin. Die durchschnittliche Fettzufuhr sei zu hoch, der Konsum an Gemüse, Milch und Milchprodukten zu gering und der Verzehr an Fleisch und Fleischprodukten sogar zwei- bis dreimal höher als es für die Gesundheit zuträglich ist, erklärte Prof. Kiefer: "In Sachen Ernährungszustand der ÖsterreicherInnen gibt es also noch große Potenziale für positive Veränderungen. Deshalb ist nur zu hoffen, dass die Kampagne ,Die Ernährungspyramide baut auf’ möglichst viele Menschen in Österreich erreicht und diese dann ihre Ernährung auf eine gesunde Basis stellen."

Verschiedene grafische Varianten der Ernährungspyramide stehen in druckfähiger Qualität als Download auf www.fgoe.org bereit: aus Fotos zusammengesetzt für großformatige Abbildungen; gezeichnet in Farbe und Schwarzweiß für Abbildungen in kleiner Größe.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Birgit Kofler/Ulla Krenn
B&K - Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
Tel.: 01/319 43 78 12
kofler@bkkommunikation.at
krennu@bkkommunikation.at

Mag. Markus Mikl
Pressereferent
Fonds Gesundes Österreich
Tel.: 01/ 895 04 00 - 16
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Mag. Daniela Reczek
BM für Gesundheit und Frauen, Ministerbüro
Tel.: 01/ 711 00/4378
daniela.reczek@bmgf.gv.at
www.bmgf.gv.at

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