Österreichische Fachhochschul-Konferenz (FHK): Überführung der MTD- und Hebammenausbildung in das Fachhochschul-Studium verschafft neue Karrierechancen

Österreichische Fachhochschul-Konferenz: "Überführung der MTD und Hebammen in den Fachhochschul-Sektor garantiert praxisbezogene Ausbildung auf Hochschulniveau"

Wien (OTS) - Seitens der FHK wird die Überführung und Integration der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) und der Hebammen in den Fachhochschul-Sektor als zukunftsweisender und positiver Schritt gesehen, kommt es dadurch doch endlich zu einer längst fälligen Anhebung der Ausbildung auf akademisches Niveau. Für die AbsolventInnen entsprechender Fachhochschul-Bakkalaureatsstudiengänge wird dadurch die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Ausbildung, die international schon seit längerem akademisches Niveau aufweist, sichergestellt.

Im Sinne des europäischen Bologna-Übereinkommens wird durch die zweistufige Studienarchitektur im Fachhochschul-Sektor (Bakkalaureat als Erstabschluss, Magister als darauf aufbauender Abschluss), die internationale Anerkennung und Vergleichbarkeit des Studiums verbessert. Für die Studierenden wird es dadurch unter anderem leichter, internationale Erfahrungen zu sammeln, sei es während des Studiums durch ein Auslandssemester oder in der Praxis. Auch die Absolvierung eines weiterführenden Studiums an einer Hochschule im In- und Ausland wird dadurch ermöglicht.

An mehreren Fachhochschul-Standorten Österreichs werden ab Herbst 2006 entsprechende Fachhochschul-Bakkalaureatsstudiengänge mit Berufsberechtigung zu laufen beginnen. Wenn seitens der Ärztekammer dem österreichischen Fachhochschul-Sektor "Praxisferne" attestiert wird (OTS0073 5 CI 0362 NAE0002 vom 21.9.2005), muss dem entgegengehalten werden, dass als praxisbezogene Ausbildung auf Hochschulniveau sich gerade das Fachhochschul-Studium für die Ausbildung der MTD und Hebammen besonders gut eignet. Praxissemester und Praxisnähe in der theoretischen und praktischen Ausbildung sind wesentliche Elemente des Fachhochschul-Studiums. Darüber hinaus hat der Fachhochschul-Sektor aber auch sicherzustellen, dass das Studium dem Stand der Wissenschaft entspricht und den Studierenden die Vielfalt der wissenschaftlichen Lehrmeinungen und wissenschaftlichen Methoden vermittelt wird. Sowohl Praxisbezug als auch die wissenschaftliche Fundiertheit der Ausbildung werden neben anderen Parametern regelmäßig evaluiert. Die Evaluierung ist Voraussetzung für die alle fünf Jahre einzuholende Re-Akkreditierung eines jeden Fachhochschul-Studienganges. Dieses österreichweit einzigartige und international anerkannte Qualitätssicherungssystem gewährleistet praxisbezogene Hochschulausbildung auf höchstem Niveau.

Jene Hebammen und MTD die nach dem alten System ausgebildet wurden, sind den künftigen Fachhochschul-AbsolventInnen gleichgestellt. Derzeit werden verschiedene Modelle der akademischen Nachgraduierung diskutiert. Mehrere Erhalter von Fachhochschul-Studiengängen haben bereits angekündigt, dass für diese MTD und Hebammen entsprechende Programme eingerichtet werden.

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