WKÖ-Studie zeigt: Fernwärme dringend fördern!

Einsatz von umweltfreundlicher Energie aus Fernwärme kann helfen Kyoto-Ziel zu erreichen.

Wien (OTS) - Fernwärme - insbesondere aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen - gilt als einer der umweltfreundlichsten Energielieferanten überhaupt. Sie trägt wesentlichen zur Erreichung des Kyoto-Abkommens über die Emmissionsreduktionen bei.

Eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsförderung (Wifo) und KWI Consultants & Engineers im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich zeigt jetzt auf, dass solche KWK-Anlagen deshalb dringend effizienter gefördert gehören.

Weltweit wachsender Energiebedarf und steigende CO2-Emmissionen zählen zu den zentralen Herausforderungen unserer Umweltpolitik. Einer der wesentlichen Faktoren zur Lösung des Problems ist die möglichst effiziente Verwendung von Primärenergie. KWK-Systeme leisten dabei einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Sie benötigen einerseits weniger Primärenergie, und nutzen andererseits die entstehende Abwärme für Heizzwecke oder Warmwasseraufbereitung. Außerdem können zur Fernwärmeproduktion Ausgangsstoffe, wie biogene Brennstoffe, Abfälle und Hausmüll verwendet werden, die sonst ungenützt bleiben würden.

Einer der zentralen Aussage der Studie "Kraft-Wärme-Kopplung in Österreich" ist, dass die derzeitigen Rahmenbedingungen keine besonderen Anreize für einen forcierten Ausbau dieser umweltfreundlichen Technologie liefern. Was nicht zuletzt angesichts der drohenden Verfehlung des ausgehandelten Kyoto-Ziels unbedingt eines Umdenkens bedarf. "Österreich kann es sich so gesehen gar nicht leisten, den Ausbau der Fernwärme auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplungen nicht zu verstärken", betont in diesem Zusammenhang Alexander Wallisch, Klimaschutz-Experte der Fernwärme Wien.

Laut den Studienautoren ist in Österreich zurzeit ein Gesamtwärmemarkt von rund 86.000 GWh vorhanden, knapp die Hälfte davon könnte theoretisch mit Fernwärme versorgt werden. Der Vergleich mit einem derzeitigen Fernwärmeabsatz von rund 12.000 GWh macht deutlich, wie groß das Potenzial für eine umweltschonende Fernwärmeversorgung noch ist.

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