Stenzel: Großer Erfolg für Rheuma-Initiative

Europaparlament fordert mehr EU-Geld für Rheumaforschung

Straßburg, 29. September 2005 (ÖVP-PD) "Bereits 380 Europaparlamentarier haben die von mit mitinitiierte schriftliche Erklärung unterzeichnet, in der die Europäische Kommission aufgefordert wird, rheumatische Erkrankungen im 7. Forschungsrahmenprogramm in die Liste der ausdrücklichen Prioritäten aufzunehmen", freut sich ÖVP-Delegationsleiterin Ursula Stenzel, die sich in den letzten Wochen persönlich intensiv für diese Unterschriftensammlung eingesetzt hatte. Damit unterstützt das Europaparlament mit mehr als absoluter Mehrheit die Forderung der Europäischen Liga gegen Rheumatismus (EULAR), die verstärkte Forschung zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen als Priorität im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU anzuerkennen. "Diese Initiative ist somit ein beachtlicher Erfolg für Forscher und Betroffene und gibt der Kommission eine klare Vorgabe für ihre weitere Planung", betonte Stenzel. ****

Eine schriftliche Erklärung kann von jedem Europaparlamentarier initiiert werden. Wenn mehr als die Hälfte der Abgeordneten diese Erklärung binnen einer Frist von drei Monaten unterzeichnen, gilt die Erklärung als vom Parlament angenommen und wird mit Angabe der Namen der Unterzeichner an die angegebenen Institutionen übermittelt. Eine derart erfolgreiche schriftliche Erklärung hat den selben Rang wie eine mehrheitlich angenommene Resolution des Europaparlaments.

Bereits in der vergangenen Woche fasste Stenzel ihr Engagement in einer von EULAR in Brüssel veranstalteten Konferenz mit dem scheidenden EULAR-Präsidenten, dem österreichischen Rheumatologen Univ. Prof. Dr. Josef Smolen, zusammen: "Gemeinsam mit EVP-ED Industriesprecher Paul Rübig habe ich im Industrieausschuss einen Antrag eingebracht, der Rheumatismus als schwerwiegende Erkrankung einbezieht. Im Budgetausschuss habe ich darüber hinaus selbst einen Parallelantrag für den EU-Haushalt 2006 eingebracht", so Stenzel. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EULAR, Patientenvertretern und dem britischen Labourabgeordneten Richard Howitt betonte Ursula Stenzel gestern in Strassburg die Notwendigkeit der Grundlagenforschung um die Ursachen für Rheumatismus zu bekämpfen sowie zur Ermöglichung neuer Behandlungsmethoden. "Rheuma ist eine europäische Volkskrankheit. Sie betrifft fast die Hälfte der EU-Bevölkerung und führt zu 450 Millionen Tagen bezahlten Krankenstands pro Jahr in Europa. Eine Einstufung als schwerwiegende Erkrankung und die Dotierung entsprechender Forschungsgelder ist für mich daher unumgänglich", unterstrich Stenzel.

Bis jetzt hatte die Kommission Rheumatismus in der Kategorie der chronischen Krankheiten sowie in verschiedenen anderen Kategorien versteckt. "Auch im Interesse der Rheumapatienten und der an dieser Volkskrankheit arbeitenden Forscher liegt es jetzt vor allem daran, dass die Finanzielle Vorausschau der EU möglichst noch unter britischer Präsidentschaft abgeschlossen wird. Wenn die Briten hier nicht erfolgreich oder tätig sein sollten, konzentrieren sich meine Hoffnungen auf die österreichische EU-Präsidentschaft, damit der Planungsstillstand auch für das 7. Forschungsrahmenprogramm überwunden werden kann", sagte Stenzel abschließend.

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