Neues Volksblatt: "Machozi" (von Manfred Maurer)

Ausgabe vom 29. September 2005

Linz (OTS) - Das haben sie nun davon, die Deutschen, weil sie von ihrem Deutschlandlied nur noch die dritte Strophe singen: Während wir hier uns erst den Kopf über die korrekte Einbettung unsrer Töchter in die Bundeshymne zerbrechen müssen, bräuchten die Deutschen bloß Strophe zwei zu intonieren. Gleich doppelt werden dort im Refrain "deutsche Frauen" besungen.
Aber so sitzt der Gerd weiter locker auf dem Hocker und sagt: Ich bleib hier, hey Angie, hol mir noch ne Flasche Bier!
Den Genossen schwant es zwar: Sie werden ihren kürzlich noch heiß umfehdet, wild umstrittenen, plötzlich wieder viel gerühmten Schröder nicht halten können. Doch gehen soll er nur, wenn auch sie über den Jordan geht. Ließe sich dieses Junktim sachlich begründen, wäre es eine Diskussion wert. Es findet sich jedoch kein Argument dafür, dass sie nicht Kanzlerin werden können soll, weil er es mangels Wählergunst nicht bleiben kann. Dennoch treiben ein paar Rote unbeirrt ihr Spielchen, hoffend auf die große Machokoalition mit jenen Schwarzen, denen Merkel nie ganz grün war. Das kommt davon, wenn man sich noch immer eine Hymne leistet, in der es heißt:
Brüderlich mit Herz und Hand ...

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