Wimmer kritisiert "ungerechtes Fördersystem im Agrarbereich"

"Ländlichen Raum nicht allein auf Landwirtschaft reduzieren"

Wien (SK) - Es gelte, das "ungerechte Förderungssystem im gesamten Agrarbereich" zu kritisieren, betonte SPÖ-Abgeordneter Rainer Wimmer am Mittwoch im Nationalrat mit Blick darauf, dass davon "große Landwirtschaftsbetriebe massiv profitieren", während - bei Aufrechterhaltung der flächenbezogenen Förderung - die kleinen Betriebe auf der Strecke bleiben. ****

4.000 kleine Betriebe im Agrarbereich müssten pro Jahr zusperren, während große Landwirtschaftsbetriebe die Profiteure von den flächenbezogenen Förderungen seien, machte Wimmer klar. Es dürfe auch nicht sein, dass es heute nach wie vor "Fördermillionäre" gebe - das sei "nicht redlich und im höchsten Maße unfair gegenüber den kleinen Betrieben, die tagtäglich um ihr Überleben kämpfen" müssten, unterstrich der SPÖ-Abgeordnete.

Die Sozialdemokraten stünden zur Finanzierung der ländlichen Gebieten, allerdings dürfe man den "ländlichen Raum nicht allein auf Landwirtschaft reduzieren" - vielmehr gelte es, alle Menschen, die im ländlichen Raum leben, mit einzubeziehen, strich Wimmer heraus.

Weiters müssten die Förderungen für Bildungs- und Beratungsschwerpunkte auch von ArbeitnehmerInnen und von Klein- und Mittelbetrieben in Anspruch genommen werden können, forderte Wimmer abschließend und wies darauf hin, dass hier seitens der Regierungsparteien "ganz große Bevölkerungsgruppen ausgeschlossen" würden. (Schluss) mb

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0043