Königsberger-Ludwig: Kombilohn stellt Gefahr für Frauen und Jugendliche dar

"Keine existenzsichernden Arbeitsplätze für Frauen"

Wien (SK) - Der Kombilohn stelle vor allem für Frauen und Jugendliche eine Gefahr dar, betonte SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig am Mittwoch im Nationalrat. So bestehe das Risiko, dass Jugendliche nicht mehr aus dem Niedriglohnsektor herausfänden, während der Kombilohn Frauen Aufstiegschancen nehme und verhindere, dass der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern ausgeglichen werden könne. In Summe käme das einem "großen frauenpolitischen Rückschritt" gleich, kritisierte die SPÖ-Abgeordnete. ****

Zum Beschäftigungs-Förderungsgesetz vermerkte Königsberger-Ludwig, dass die zusätzlichen 285 Millionen Euro eine gute Maßnahme seien -damit sei auch eine seit langem erhobene SPÖ-Forderung erfüllt worden. Allerdings drohten durch das Kombilohn-Modell zwei Gefahren. Zum einen werde dadurch für "Jugendliche eine Tür aufgemacht in den Niedriglohnsektor, wo die Jugendlichen vielleicht nicht mehr herauskommen", so die SPÖ-Abgeordnete mit Blick darauf, dass es "viel besser wäre, bedarfsorientierte Qualifizierung anzubieten", die mit dem korrespondiere, was die "Wirtschaft wirklich braucht". Überdies solle man mit jugendlichen Arbeitslosen "nicht ein Experiment wagen".

Eine zweite Gefahr ortete Königsberger-Ludwig für die Frauen, die wahrscheinlich eher in den Niedriglohn-Sektoren arbeiten würden. Der Kombilohn würde nicht zu einem Ausgleich der Einkommensunterschiede führen, zusätzlich würde es "für Frauen keine höheren Aufstiegschancen geben", auch sei es nicht geschafft worden, "für Frauen existenzsichernde Arbeitsplätze zu schaffen". In Summe stelle das einen "großen frauenpolitischen Rückschritt dar", übte die SPÖ-Abgeordnete massive Kritik.

Abschließend kündigte Königsberger-Ludwig das Einbringen eines "Entschließungsantrags betreffend die Gewährung eines bundeseinheitlichen Heizkostenzuschusses" an - diesem Antrag solle von Seiten der Regierungsparteien zugestimmt werden, forderte die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) mb

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