Kinder: Täglich Bewegen noch ohne Segen!

Bewegung gegen Haltungsschäden, Übergewicht und Diabetes-Typ-2 im Kindesalter

Wien (OTS) - "Hühner muss man artgerecht halten. Wenn es um uns Kinder geht, vergessen viele, dass wir uns auch viel mehr bewegen wollen. Aber statt dessen müssen wir überall stillsitzen und Ruhe geben." In diesem Sinne formulierte beschämend genug ein Kind die Bewegungsunfreundlichkeit unserer Gesellschaft. Denn die tägliche Bewegungsstunde ist noch lange nicht Wirklichkeit.

Die jüngsten Alters-Diabetiker (Typ2-Diabetes) in Österreich sind unter 10 Jahre. Die Ursachen: Neben der Veranlagung spielt vor allem Übergewicht - provoziert durch Bewegungsmangel und zu kalorienreiche Ernährung - die entscheidende Rolle.

Wer hier ernsthaft gegensteuern will, muss den Kindern die tägliche und wirksame Bewegungsstunde bieten. Darüber sind sich immer mehr Entscheidungsträger und Fachleute einig.

Aus der Sicht der öffentlichen Gesundheit sind der Kindergarten und die Schule primär jene Orte, bei denen man ansetzen kann, um wirklich alle Kinder zu erreichen. Die Sportorganisationen können dabei Know-How einbringen und mit zusätzlichen Angeboten unterstützen, damit die Bewegungskarriere vieler Kinder nicht bei der Play-Station endet.

"Die Bewegungskarriere des Menschen hängt maßgeblich von den frühen Erfahrungen mit Bewegung und Sport ab. Daher ist die Bewegungsfreundlichkeit der Gesellschaft ein limitierender Faktor und sicher nicht nur das liebe Geld" , stellt ASKÖ-Präsident Dr. Peter Wittmann fest. Es sei ein gesamtgesellschaftlicher Schulterschluss notwendig, um die Bedeutung der täglichen Bewegungsstunde ins rechte Licht zu rücken und dafür auch die Rahmenbedingungen herstellen zu können.

"Wer bei den Kindern spart, erhält spätestens im frühen Erwachsenenalter die Rechnung durch teure Erkrankungen präsentiert. Diabetes-Typ-2 ist dabei die klassische Bewegungsmangelkrankheit samt Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Beinamputationen, Nierenversagen, Erblindung", so Sportwissenschaftler Mag. Günter Schagerl, Leiter von ASKÖ-FIT / Gesundheitsförderung.

Die Kinder-Fitness und Gesundheit muss zu einer Priorität werden.

"Unsere ASKÖ-FIT-Aktion" Fit und locker mit Hopsi Hopper", die es seit 11 Jahren gibt, ist mit über 55.000 Kinderkontakten im Schuljahr 2004/2005 ein respektabler Motor geworden, um sich nachhaltig für die Kinder-Fitness einzusetzen. Im großen Stil wird sich in ganz Österreich aber erst dann etwas bewegen, wenn allen Entscheidungsträgern klar wird, dass die tägliche Bewegungseinheit für unsere Kinder eine moralische Verpflichtung ist, der sich angesichts der Fakten niemand entziehen kann", so Dr. Peter Wittmann. Und das ist schließlich das Hauptziel von Hopsi Hopper, dem ASKÖ-FIT-Frosch, der sich nichts sehnlicheres wünscht, als Kinder in Bewegung, die dabei lachen. Die Aktion "Fit und locker mit Hopsi Hopper" wird seit 11 Jahren von der Wiener Städtischen Versicherung unterstützt.

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