SPÖ nimmt "Mr. PISA" vor der ÖVP in Schutz

Niederwieser: "Wer Gehrer kritisiert, wird kriminalisiert"

Wien (SK) - Eine "unappetitliche Auseinandersetzung" sieht SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal in den jüngsten Anwürfen von ÖVP-Bildungssprecher Amon auf den Leiter der Zukunftskommission und des österreichischen PISA-Zentrums, Günter Haider. Broukal sprach Mittwoch in einer Pressekonferenz von einer "persönlichen Verfolgung Haiders durch Amon"; es gelte nun, Günter Haider, der soviel für das österreichische Bildungswesen leiste, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser erklärte am Rande der Pressekonferenz: "Wer Gehrer kritisiert, wird kriminalisiert." In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Unterrichtsauschusses, Amon, ersucht er diesen, Haider für die nächste Sitzung des Ausschusses zu laden. ****

Für Broukal und Niederwieser ist es nicht zulässig, eine Persönlichkeit wie Günter Haider derart politisch vernichten zu wollen. "Hier ist offensichtlich jemand mit Schaum vor dem Mund vor dem Computer gesessen", so Broukal zu den Aussendungen Amons. Es zeige, unter welchem Druck die ÖVP steht.

Tatsache sei, dass die Präsentation des Berichts der Zukunftskommission nicht - wie von Amon behauptet - von Haider verzögert wurde, sondern vom Bildungsministerium, das seinen Bildungsdialog noch vorher veranstalten wollte. Auch der Vorwurf an Haider bezüglich der Rohdaten der PISA-Studie gehe völlig ins Leere, da diese seit Monaten im Internet abrufbar seien. Für Niederwieser und Broukal ist die Verhaltensweise der ÖVP "völlig inakzeptabel", es sei wichtig, sich nun hinter Günter Haider zu stellen, der dies nicht verdient habe, leiste er doch immens wichtige Arbeit für Österreichs Bildungswesen. (Schluss) cs

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