Reheis: Hubschrauber zur Katastrophenhilfe anstatt teurer Eurofighter

Wien (sk) - SPÖ-Abgeordneter Gerhard Reheis dankte am Mittwoch im Nationalrat allen Helfern bei der Hochwasserkatastrophe in Österreich. Als Bürgermeister einer betroffenen Gemeinde habe er miterlebt, "welche Leistung diese Menschen erbracht haben". Gleichzeitig kritisierte Reheis die Wirtschaftspolitik der Regierung, denn einem Betrieb, der Donauchemie, welcher wegen immenser Hochwasserschäden schließen müsste, werde nicht geholfen. Anstatt wichtige Hubschrauber zur Katastrophenhilfe anzuschaffen, bleibe die Regierung bei den teuren und zur Katastrophenhilfe unnützen Eurofightern. ****

Als Bürgermeister einer von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gemeinde dankte Reheis allen Helfern- der Feuerwehr, den privaten Helfern, den Gästen die sich aktiv beteiligten und auch dem Österreichischen Bundesheer. Reheis zeigte aber auch auf, dass die ehrenamtliche Tätigkeit der Katastrophenhelfer im Arbeits- und Dienstrecht leider keine Entsprechungen finde und forderte eine gesetzliche Regelung, die den Helfern in Katastrophen für die Dauer des ehrenamtlichen Einsatzes einen Sonderurlaub gewährt. "Das haben sie auch verdient", so Reheis. Die SPÖ werde sich besonders bemühen, einen vier Parteien Antrag in diese Richtung zu erarbeiten.

Die Schattenseiten eines nicht funktionierenden Krisenmanagements seien nach der Hochwasserkatastrophe besonders in Tirol erkennbar gewesen, so Reheis. Die "Donauchemie" musste nach vorangegangen Problemen mit der Energieabgabe auf Grund eines enormen Hochwasserschadens - das firmeneigene Kraftwerk wurde überschwemmt -schließen. 63 Mitarbeiter stünden nun auf der Straße. Generaldirektor und Betriebsrat der Donauchemie fühlen sich von der Politik allein gelassen, so der SPÖ-Abgeordnete. "Mit den 1.031 Pleiten in ganz Tirol spricht das auch für die derzeitige Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung", so Reheis.

Hubschrauber statt Eurofighter

Die Hubschrauber des Bundesheeres und der privaten Unternehmen hätten gezeigt, wie wichtig sie in solchen Krisensituationen sind. Auf die Forderung von zusätzlichen Hubschrauberankäufen käme von Seiten der Regierung ein klares Nein. Reheis ärgert sich darüber, dass zwar teure Eurofighter gekauft werden, die bei weitem wichtigeren Hubschrauber zur Katastrophenhilfe aber nicht. "Zeigen sie mir einmal, auf welcher Alm ein Eurofighter landen kann", schließt Reheis
(Schluss) ar

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0011