Weltweiter Verein sucht "Weltmenschen"

Wien (OTS) - Es geht auch friedlich: Türken und Österreicher setzen inmitten der aufgeheizten Stimmung anlässlich des Beitrittswunsches der Türkei in die EU ein Zeichen für Toleranz und Zivilcourage. Der Weltmenschverein, eine Koproduktion eines türkischen Marillenbauers und zweier Österreicher, wirbt auf breitester Basis für gegenseitiges Verständnis der Kulturen und Religionen.

Gemeinnützige Vereine gibt es viele. Aber welcher Verein macht weltumspannend alle seine Mitglieder zu "Weltmenschen"? Per definitionem ist der im Oktober des Vorjahres in der Wiener Hofburg gegründete Verein allen Menschen offen - und konsequenterweise auch weltweit für alle Menschen zugänglich, gleichgültig welcher Nation, Religion, Geschlecht oder Hautfarbe. Mitglied wird man durch Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrags in Höhe von 12 Euro. Der Betrag wird nach Abzug der Vereinsinternen Ausgaben zu 100% in gemeinnützige nationale und internationale Projekte investiert.

Die Mitglieder können sich auch in regionalen Kreisen organisieren, in denen gemeinsam diverse friedliche Aktionen durchgeführt werden. Zudem werden derzeit Arbeitsgruppen eingerichtet, die verschiedenste Aspekte wissenschaftlich beleuchten sollen, von Verteilungs-Gerechtigkeit bis hin zur Gentechnik. Auf www.weltmenschverein.net stehen Informationen in Deutsch, Englisch und Türkisch und ein mehrsprachiges Forum bereit.

Ein internationales Treffen, aus dem der Gründer Metin dann schon tausende Gäste aus aller Welt erwartet, soll am 1. November 2007 in Wien stattfinden, im Jahr darauf dann in Istanbul. Danach sollen die jährlichen Weltmenschtreffen dem Alphabet folgend der Reihe nach in jedem Land der Welt abgehalten werden. Warum seine Idee sich durchsetzen wird? Metin: "Weltmenschverein bedeutet für mich, sich ständig an das Gute zu erinnern. Ich merke, wie die Menschen fühlen, dass da etwas ist - daß jetzt die Zeit gekommen ist, etwas Neues zu beginnen und aus dem alten nationalen Trott auszusteigen. Ich bin stolz darauf, in der Türkei geboren zu sein. Gleichzeitig bin ich aber auch stolzer Badener, Österreicher - und in erster Linie ein Weltmensch."

Der neue Verein tritt aktiv für Gewaltlosigkeit, Zivilcourage, und Technik-Kontrolle ein. Im Rahmen von grenzüberschreitenden Arbeitskreisen will man ein Programm für eine gemeinsame Weltsprache und -Verfassung auf freiwilliger Basis entwickeln, zu dem Wissenschaftler und einfache Bürger aus allen Ländern eingeladen werden. Vor allem aber will man das gegenseitige Verständnis für andere Kulturen fördern. Zu den ersten Mitgliedern zählen neben einfachen Angestellten und Arbeitern auch Geschäftsleute, Journalisten und Rechtsanwälte, welche die Idee in ihrem Umfeld aktiv mittragen.

Vorrangiges Ziel ist derzeit die Etablierung eines Weltmensch-Zentrums in Wien. Das Zentrum ist als offener und gemütlicher Ort der Begegnung von Menschen aller Nationen, Kulturen, Sprachen und sozialen Schichten geplant und soll als Frühstückscafe/Restaurant, Vortrags-Zentrum und Verkaufsraum für fair gehandelte Produkte eingerichtet werden.

In der Türkei wird der neue Verein bereits durchaus positiv aufgenommen. Medien wie die europaweit erscheinende "Hyrriet" haben der Gründung des Vereins bereits einen Kommentar gewidmet. Politik-und Pop-Stars wie der ehemalige Premier Mesut Ilmaz oder die Schlagersänger Ibrahim Tatlises und Mahzun Kirmizigül haben bereits ihre Unterstützung angekündigt.

Der Gründer, Memet Zeki Metin, ist Marillenbauer aus Anatolien und seit 15 Jahren als Teppichhändler in Österreich tätig. Er beschreibt seinen Traum von der Einheit aller Menschen auf autobiografische Weise in dem Buch "Dünya insani birligi" (zu deutsch: Der Weltmenschverein). Seine ganze Liebe gilt der Vision des Weltmenschvereins, die er in unzähligen Gesprächen auf der ganzen Welt bereits mit vielen Jugendlichen und Erwachsenen geteilt hat:
Menschen, die nicht auf Geschlecht, Sprache, Hautfarbe oder Kultur schauen, sondern einzig und allein auf die Taten der Menschen.

Im Wesentlichen stammen seine Gedanken bereits von seinem Großvater ab, der in einem anatolischen Landkreis eine bedeutende Stellung innehielt. Schon vor einem halben Jahrhundert brachte dieser inmitten einer bäuerlich-traditionellen Umgebung tolerantes Gedankengut ein und wurde so selbst zum Ansprechpartner für hohe Politiker des Landes.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Roland Kissling
roland@weltmenschverein.net
Tel.: +43 1 5230508-51
Mobil: +43 699 19252643

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