Bures: "Frauenpolitik statt Frauenchor"

Parteienübergreifende Frauenplattform soll Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der Frauen erarbeiten

Wien (SK) - Zur Einladung von Frauenministerin Rauch-Kallat an die anderen fünf Ministerinnen und die Frauen der anderen Parteien, um gemeinsam ein Brainstorming zur Umtextung der Bundeshymne vorzunehmen, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: Bei der ersten und wohl einzigen parteienübergreifenden Frauenplattform seit Antritt der Regierung Schüssel sollte "nicht gemeinsam gedichtet und musiziert werden, sondern dringend konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, um die Lebenssituation der Frauen zu verbessern". Eine geschlechtsneutrale Formulierung der Bundeshymne sei gut, die Art und Weise der Inszenierung aber peinlich und übertrieben. Wenn Rauch-Kallat nach jahrelangen schweren Versäumnissen in der Frauenpolitik endlich eine lang erwartete gemeinsame Initiative ins Leben rufe, sei viel Arbeit angesagt, aber sicher nicht singen. "Frauenpolitik statt Frauenchor", bringt Bures ihre Forderung auf den Punkt.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert konkrete Initiativen, um die Lebenssituation der Frauen, die unter der Regierung Schüssel in vielen Bereichen schlechter geworden ist, zu verbessern: Maßnahmen zur Erhöhung der Frauenerwerbsquote und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie die Schaffung der zusätzlich notwendigen qualitativ hochwertigen Kinderbetreuungseinrichtungen, Förderung von qualifizierter Ganztagsbeschäftigung speziell für Frauen, Maßnahmen für einen leichteren Wiedereinstieg nach der Babypause durch eine Korrektur des Kindergeld-Modells, Initiativen zur Schließung der Einkommensschere, gegen die Zwei-Klassen-Medizin und gegen die Besorgnis erregende Entwicklung, dass Arme immer ärmer werden, wie der aktuelle Wifo-Bericht eindrucksvoll vor Augen führt. "Die Benachteiligungen der Frauen am Arbeitsmarkt sind nach wie vor groß", so Bures abschließend, "hier erwarte ich mir die gleiche Begeisterung und das gleiche Engagement der Ministerin wie für die Umtextung der Bundeshymne". (Schluss) se

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