ÖAMTC fordert: Weg mit sinnlosen Tempo 30-Beschränkungen

Mehr Lärm, mehr Feinstaub, keine Akzeptanz

Wien (OTS) - Tempo 30 gilt seit Montag auf allen Straßen in Wien Neubau, wo keine "Öffis" unterwegs sind. Die ÖAMTC-Experten fordern die Rücknahme dieser Maßnahme, weil vor allem in Sachen Umweltschutz das Gegenteil des Gewünschten erreicht wird. Empörte Mitglieder äußerten bei Anrufen in der ÖAMTC-Informationszentrale zu Recht den Verdacht, man bezwecke mit dieser Maßnahme vor allem weiteres Abzocken.

Grundsätzlich sinnvolle Tempo 30-Zonen im Sinne der Verkehrssicherheit, etwa vor Schulen, Spitälern und Altersheimen, werden nach Meinung des ÖAMTC dann zur Farce, wenn sie sich über ganze Bezirke flächendeckend erstrecken. Bei mangelnder Akzeptanz gibt es nur scheinbar mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Verkehrsbeschränkungen, die bei den Kraftfahrern nicht als sinnvoll erkannt werden, werden erfahrungsgemäß nicht eingehalten.

Die StVO (Straßenverkehrsordnung) macht deutlich, dass jede Einführung von Tempo 30 klar begründet sein muss. Die Entscheidung ist somit keine politische, sondern eine rein fachliche. Das heißt, jede einzelne Straße muss auf die Erforderlichkeit von Tempo 30 geprüft werden.

Weiters räumt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang mit dem Märchen auf, dass Tempo 30 besser für die Umwelt ist. "Fahren in einem niedrigeren Gang bedeutet höhere Drehzahl, dadurch mehr Lärm, mehr Verbrauch, höhere Emissionen und damit einen deutlich höheren Feinstaubausstoß."

(Schluss)
Harald Lasser

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
iz-presse@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAC0017