Rauch-Kallat in Israel: Konferenz über Situation von Migrantinnen und Frauenhandel

Frauenministerin fordert: "Null Toleranz für Frauenhandel"

Wien (OTS) - Als Schwerpunkt ihrer Arbeitsreise nach Israel nahm Frauenministerin Maria Rauch-Kallat an der dreitägigen Intenational Conference for Women leaders zur Situation von Migrantinnen teil. 72 Teilnehmer/innen, darunter 27 Ministerinnen, widmeten sich dem Thema "Migration and Gender Issues within the Millenium Development Goals". Dabei übernahm Rauch-Kallat den Vorsitz der Plenarsitzung zu Frauenhandel, einem Thema, das auch in Österreich sehr aktuell ist. "Vor allem aus mittel- und osteuropäischen Ländern, aber auch aus Asien werden leider viele Frauen oft unter falschen Versprechungen oder sogar gegen ihren Willen nach Österreich gebracht und führen hier ein Leben ohne Rechte", sagte Rauch-Kallat gestern, Dienstag, in Haifa. "Wichtigstes Ziel ist es deshalb, dieser Praxis Einhalt zu gebieten und die Situation der Opfer zu verbessern. Die Lösung muss lauten: Null Toleranz für Frauenhandel!"

Im Bereich Migration wurde auf internationaler Ebene in Kooperation mit der International Organization for Migration bereits im Oktober 2004 ein erfolgreicher Kongress zum Thema Migration und Gesundheit veranstaltet. In weiterer Folge erarbeitete ein Projektteam des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen Strategien für interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen. So könne die Betreuung von Migrantinnen im intra- und extramuralen Bereich sowie die psychosoziale Versorgung wesentlich verbessert werden, sagte Rauch-Kallat.

Bereits am Montag, dem zweiten Tag der Konferenz, stellte Maria Rauch-Kallat den Konferenzteilnehmerinnen aller Kontinente die Initiative der österreichischen Ministerinnen gegen traditionsbedingte Gewalt an Frauen vor, die mit großer Zustimmung aufgenommen wurde. Vor allem die afrikanischen Ministerinnen sagten spontan ihre Beteiligung und Unterstützung bei der EU-Konferenz der Gleichstellungsministerinnen am 25. Jänner 2006 in Brüssel zu.

Am Rande der Konferenz stand auch ein Gespräch mit Yehudit Plotkin, der Generaldirektorin der Behörde zur Verbesserung der Stellung der Frauen in Israel, auf dem Programm. Diese Institution untersteht direkt dem israelischen Premier und widmet sich unter anderem der Geschlechtergerechtigkeit sowie der Prävention von Gewalt gegen Frauen.

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