"Responsible Care"-Zertifikat für Sunpor KunststoffgmbH

Auszeichnung für umwelt-, gesundheits- und sicherheitsbewusstes Handeln für St. Pöltener Industriebetrieb

Wien (OTS) - Eine besondere Auszeichnung erhielt die Firma Sunpor Kunststoffgesellschaft m.b.H. in St. Pölten, Stattersdorfer Hauptstraße 48: Ihr wurde von der Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, das "Responsible Care"-Zertifikat des Fachverbandes der chemischen Industrie verliehen.

Mit dem Zertifikat verpflichtet sich das Unternehmen, jede unternehmerische Entscheidung vor der Umsetzung auf ihre Auswirkungen auf Sicherheit, Gesundheit und Umwelt zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Um das Zertifikat zu erhalten, muss sich der Betrieb der Prüfung durch ein unabhängiges Gutachterteam stellen.

Das Unternehmen

Der St. Pöltener Paradebetrieb Sunpor Kunststoff Gesellschaft m.b.H. zählt zu den 800 größten Betrieben in Österreich. Sunpor konnte seine Produktionsmenge seit der Unternehmensgründung 1986 von 10.000 auf 75.000 Tonnen pro Jahr steigern. Das 115 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen gehört zur norwegischen "Sunde"-Gruppe und erzielt einen Jahresumsatz von 80 Millionen Euro mit der Erzeugung von expandierfähigem Polystyrol (EPS). Bei der Produktion dieses umweltfreundlichen Materials (EPS ist frei von FCKW und Chlor und zu 100 Prozent recyclebar) kommen modernste Produktionsanlagen und High-Tech-Luftreinigungsfilter zum Einsatz. EPS wird vor allem für Wärmedämmzwecke verwendet. Durch seinen Einsatz kann der energetische Aufwand für die Heizung eines Hauses um ca. 60 Prozent reduziert werden. "Das wirkt sich natürlich auch positiv auf den CO2-Ausstoß aus", so Sunpor-Geschäftsführer Ing. Franz Schmitzberger. Außerdem wird das Material im Verpackungsbereich eingesetzt. WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl dankte insbesondere Franz Schmitzberger für das Engagement, das, so Zwazl, "keine Selbstverständlichkeit ist -gerade, wenn man an die überbordende Umweltgesetzgebung denkt."

"Responsible Care" bedeutet "Verantwortungsvolles Handeln". In dieser weltweiten, freiwilligen Initiative der chemischen Industrie verpflichten sich die Unternehmen zu strengen Selbstkontrollen. Ziel ist, die Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltsituation zu verbessern. In Österreich wird das Zertifikat seit 1992 vom Fachverband der chemischen Industrie (bei der Verleihung vertreten durch Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Eickhoff) verliehen. "In Niederösterreich fördert die Fachgruppe der chemischen Industrie 100 Prozent der Kosten für die "Responsible Care"-Erstberatung", so Fachgruppenobmann KommR DI Ernst Thun. Chemische Betriebe, die alle Auflagen erfüllen, werden mit dem auf drei Jahre limitierten Zertifikat "Responsible Care" ausgezeichnet. Nach drei Jahren wird nach einer Kontrollüberprüfung entschieden, ob der Betrieb das Zertifikat weiter führen darf. Die Beurteilung des Betriebes wird von zwei externen unabhängigen Prüfern vorgenommen.

Die Maßnahmen, die ein Betrieb im Rahmen des "Responsible Care"-Programmes erfüllen muss, gehen weit über die in Österreich geltenden gesetzlichen Auflagen und Vorschriften hinaus. Bei der Überprüfung werden rund 200 Fragen aus den Bereichen Energie, Entsorgung, Lagerung, Arbeitnehmerschutz, Industrieunfallvorsorge, Umweltorganisation usw. nach einem Punktesystem bewertet.

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