Niederwieser zu Pädagogischen Hochschulen: Studiengebühr für Bakkalaureat, bis zu 10.000 Euro für alle anderen Ausbildungsgänge

Dienstrechtliche Fragen vor Gesetzesbeschluss klären

Wien (SK) - "Ziemlich zynisch und als ersten Schritt in Richtung Privatisierung des staatlichen Bildungssystems" bezeichnet SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser den im Entwurf festgeschriebenen Plan, "dass die Pädagogische Hochschule im Gegensatz zur Fachhochschule lediglich Bakkalaureate anbieten darf, ein Angebot aller weiteren Ausbildungsgänge nur im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit möglich ist". "Das heißt im Klartext, Volks- und HauptschullehrerInnen zahlen für ihre Ausbildung Studiengebühr, bei allen anderen Ausbildungsgängen müssen die Studierenden für die vollen Kosten selbst aufkommen", beanstandet Niederwieser. ****

Zwar sei im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit theoretisch ein vielfältiges Ausbildungsangebot möglich, es werde aber reine Fiktion bleiben, so der SPÖ-Bildungssprecher. Denn durch den Umstand, dass die Ausbildung kostendeckend sein müsse, hätten Studierende mit einem Aufwand bis zu 10.000 Euro pro Jahr zu rechnen, so Niederwieser weiter.

Vor Beschluss des Gesetzes will der SPÖ-Bildungssprecher auch dienstrechtliche Fragen geklärt wissen. "Die Regierung schiebt dies auf die lange Bank. Nach wie vor gibt es keine akademische Anerkennung der FH-Abschlüsse, der Bachelor ist dienstrechtlich der Matura gleich gestellt. Als nächstes stellt sich die Frage, welchen Status die neu ausgebildeten LehrerInnen haben. Dieser Zustand ist völlig unbefriedigend", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ps/mp

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