LH Haider kritisiert Qualifizierungssemester-Regelung an Uni Klagenfurt

Regelung ist Benachteiligung für Maturanten und verfassungsrechtlich bedenklich - Vorschlag des Uni-Schecks soll aufgegriffen werden

Klagenfurt (LPD) - Heftige Kritik übte heute, Freitag, Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider am "Durcheinander" bei den Zugangsbestimmungen an den österreichischen Universitäten. So bringe das aktuelle Beispiel der Qualifizierungssemester an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt klare Benachteiligungen für Maturanten. Den Umstand, dass die Maturanten im Gegensatz zu Inhabern einer Studienberechtigungsprüfung dieses Qualifizierungssemester in bestimmten Bereichen absolvieren müssen, bezeichnete Haider als "verfassungsrechtlich bedenklich". Um den Ansturm deutscher Studenten zu bremsen solle vielmehr sein Vorschlag des Uni-Schecks aufgegriffen werden, appellierte der Landeshauptmann.

Jede Universität begegne dem drastischen Anstieg von Anmeldungen deutscher Studenten mit anderen Richtlinien für den Unizugang, kritisierte Haider. Daraus würden auch massive Nachteile für die österreichischen Studenten resultieren. Beim Klagenfurter Modell des Qualifizierungssemesters komme noch eine ungerechte Zwei-Klassen-Einteilung der Studenten hinzu. Dies unterstreiche die Wichtigkeit, dem Problem konstruktiv zu begegnen, anstatt es unter den Teppich zu kehren, betonte der Landeshauptmann. Daher müsse sein Vorschlag des Uni-Schecks endlich auf breiter Basis diskutiert werden, so Haider, der diesen auch zum Thema der unter seinem Vorsitz stattfindenden Landeshauptleutekonferenz machen wird.

Das von Haider vorgeschlagene Modell sieht eine Erhöhung der Studiengebühren im ersten Semester auf 5.000 Euro vor. Für österreichische Maturanten soll es daher den Uni-Scheck in Höhe von 4.637 Euro geben, wodurch die Gebühren für sie unverändert 363 Euro betragen würden. Er sieht darin zwei positive Effekte: So würden die erhöhten Gebühren den Ansturm ausländischer Studenten bremsen und gleichzeitig für Mehreinnahmen der Unis sorgen.
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