Kukacka: 5,3 Millionen Euro Bundesmittel zur Errichtung des neuen Containerterminals Ennshafen

Seit 1994 rund 13 Millionen Bundesförderung für den Ennshafen - Binnenschifffahrtsschwerpunkt im Rahmen von Österreichs EU-Präsidentschaft

Enns (OTS) - "Die Errichtung des neuen Containerterminals
Ennshafen hat enorme Bedeutung, sowohl für die Region als auch für die verkehrspolitisch notwendigen Steigerungen der Transportkapazitäten auf der gesamten Donau", erklärte heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme des neuen 50 Tonnen Containerbrückenkranes. Die Bundesregierung habe daher massiv in den Ausbau dieses öffentlichen Hafens investiert und insgesamt seit 1994 rund 13 Millionen Euro Förderungen aus verschiedenen Förderungskapiteln zur Verfügung gestellt, alleine 2005 werden es für die Errichtung des Containerterminals rund 5,3 Millionen Euro sein, der Containerkran selbst wurde mit 830.000 Euro Bundesmittel gefördert. ****

Zur Entwicklung einer gesamteuropäischen Binnenschifffahrtstrategie setze Österreich auch im Rahmen seiner EU-Präsidentschaft einen Binnenschifffahrtsschwerpunkt, kündigte Kukacka an. Dazu werde am 15. Februar 2005 ein Binnenschifffahrtskongress in der Wiener Hofburg veranstaltet. Ausgehend von der, von der EU-Kommission für Ende des Jahres angekündigten "Europäischen Mitteilung zur Förderung der Binnenschifffahrt" werde gemeinsam mit allen Binnenschifffahrtsstaaten, besonders allen Donauanrainerstaaten -egal ob sie bereits EU-Mitglied sind oder nicht, die Umsetzung einer abgestimmten, europäischen Binnenschifffahrtspolitik auf dem Kongress vorbereitet, so Kukacka.

Zur Vorbereitung der EU-Präsidentschaft habe er bei Arbeitsbesuchen im September in den Donauanrainerstaaten am Balkan, Serbien, Kroatien und Rumänien, bereits eine engere Kooperation im Bereich der Binnenschifffahrt vereinbart. Mit Serbien wird die Entwicklung eines Güterschiff-Liniendienstes auf der Donau zwischen den österreichischen Häfen und dem Großraum Belgrad erarbeitet, mit Kroatien wurde eine enge Kooperation bei der Einrichtung von satellitengestützten "Donau-River-Information-Services" beschlossen. Bei einem Treffen mit dem rumänischen Staatssekretär Alexandros Galiatatos diese Woche in Wien wurde die Einrichtung einer bilateralen Arbeitsgruppe festgelegt, um die Voraussetzungen für den Aufbau eines Container-Liniendienstes zwischen Österreich und dem rumänischen Schwarzmeerhafen Konstanza zu prüfen.

Um die steigenden Verkehrszuwächse im Donaukorridor von jährlich bis zu 8 Prozent bewältigen zu können, sei es das verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung, die Wasserstraße Donau mit ihren großen Kapazitätsreserven zu einer leistungsfähigen Alternative zur Straße zwischen Nordseehäfen und dem Schwarzen Meer zu machen. "Weitere Arbeitsreisen nach Ungarn, Slowakei, Bulgarien und Ukraine sind noch im Herbst zur Vorbereitung der EU-Präsidentschaft geplant", so Kukacka.

"Durch eine gut ausgebaute Hafeninfrastruktur, eine Modernisierung der Logistik und zugleich eine Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse ist es möglich, das ehrgeizige Ziel unserer Binnenschifffahrtsstrategie, nämlich die Steigerung der Transportkapazitäten der Donau von derzeit rund 12 Millionen Tonnen auf rund 30 Millionen Tonnen - also eine Steigerung um bis zu 150 Prozent bis 2015 zu erreichen, um einen deutlichen Verlagerungseffekt von der Straße auf die umweltfreundliche Wasserstraße zu erzielen", betonte Kukacka. Dazu werde im Zeitraum von 2005 bis 2009 in den Ausbau der vier größten Donauhäfen Linz, Enns, Krems und Wien laut IGÖD (Interessensgemeinschaft der öffentlichen Donauhäfen in Österreich) insgesamt 86,4 Millionen Euro durch die Häfen, und rund 130,8 Millionen Euro durch die öffentliche Hand in Infrastrukturprojekte investiert. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT0001