ÖAMTC informiert: Welches Licht am Tag ist ab 15. November erlaubt, welches verboten

Kostenlose Licht-Überprüfung für alle Autofahrer an den ÖAMTC-Stützpunkten

Wien (OTS) - Seit gestern ist es amtlich. Ab 15. November müssen auch mehrspurige Kraftfahrzeuge ganzjährig mit Licht fahren. Das gilt für Freilandstraßen genauso wie für das Ortsgebiet. "Wir werden derzeit immer wieder gefragt, welche Scheinwerferarten nun erlaubt sind", ortet ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer Unsicherheiten bei den Autofahrern. Deshalb hat der Club-Jurist die neuen Bestimmungen zusammengefasst. Damit es in der Gewöhnungsphase und bis zur flächendeckenden Ausstattung mit Tagfahrlicht keine Nachteile für Verkehrsteilnehmer gibt, bietet der ÖAMTC außerdem bis Jahresende auf allen Stützpunkten seine Gratis-Licht-Überprüfung für alle Autofahrer (auch Nicht-Mitglieder) an.

Die folgenden Lichtquellen sind nach den neuen Bestimmungen bei Tag und guter Sicht im Ortsgebiet und im Freiland erlaubt:

  • Normales Abblendlicht - damit ist die komplette Fahrzeugbeleuchtung gemeinsam mit Begrenzungslicht, Kennzeichenleuchten usw. gemeint.
  • Abblendscheinwerfer alleine in voller Leistung, ohne dass gleichzeitig Rücklichter und weitere Leuchten brennen. Derartige Schaltungen bieten manche Fahrzeughersteller als "serienmäßiges Tagfahrlicht" an.
  • Abblendscheinwerfer alleine, aber mit elektronisch reduzierter Leistung. Allerdings muss die Leuchtstärke so stark sein, dass die gesetzlich festgelegten Werte erreicht werden.
  • Tagfahrleuchten, wobei andere Scheinwerfer (Abblendlicht, Nebelscheinwerfer oder Fernlicht) nicht gleichzeitig brennen dürfen. Die Lichthupe ist aber erlaubt. Begrenzungslicht darf (muss aber nicht) gleichzeitig mit Tagfahrleuchten brennen.

Die folgenden Lichtquellen sind nach den neuen Bestimmungen bei Tag und guter Sicht im Ortsgebiet und im Freiland verboten:

  • Unbeleuchtet fahren (war bisher erlaubt).
  • Nur das Begrenzungslicht einschalten (war bisher erlaubt).
  • Nebelscheinwerfer
  • Fernlicht, wenn jemand geblendet werden kann (wie bisher verboten).
  • Abblendlicht, das zu stark gedimmt wurde (weil die vorgeschriebenen Mindestwerte für die Leuchtstärke nicht erreicht werden).
  • Alle nicht vorschriftsmäßig durchgeführten Modifikationen von Leuchten wie vor allem der Austausch von Leuchtmitteln (Lampen, Leuchtdioden) im Begrenzungslicht oder Scheinwerfern.

"Die Bestimmungen bei Dunkelheit oder schlechter Sicht bzw beim Fahren im Tunnel bleiben unverändert, außer, dass hier natürlich Tagfahrleuchten alleine nicht ausreichen und daher verboten sind", erklärt der ÖAMTC-Jurist.

Der ÖAMTC rät jedenfalls, schon jetzt die Beleuchtung einzuschalten. "Der momentane Mischzustand zwischen beleuchteten und unbeleuchteten Fahrzeugen ist besonders gefährlich, weil unbeleuchtete Fahrzeuge leichter übersehen werden", warnt Hoffer.

So funktioniert richtiges Nachrüsten

An den Club werden viele Anfragen gerichtet, wie Tagfahrleuchten nachgerüstet werden können. "Grundsätzlich gilt, dass bei Verwendung von EU-konformen Leuchten bzw. solchen mit 'ECE-Prüfzeichen' keine behördliche Genehmigung für den Einbau erforderlich ist", erklärt der ÖAMTC-Jurist. Man muss aber voraussichtlich die Betriebserlaubnis des Bauteils mitführen, um sie im Bedarfsfall vorlegen zu können. "Eigenmächtige Umbauten bestehender Leuchten sind grundsätzlich unzulässig", warnt Hoffer. Wer elektronische Dimmer einbauen möchte, sollte dies unbedingt nur gemeinsam mit einer dafür spezialisierten Fachwerkstätte durchführen.

Der ÖAMTC erwartet, dass das Verkehrsministerium umgehend die Voraussetzungen für die Nachrüstung festlegen wird. Auch die Exekutive muss die entsprechenden Informationen erhalten, damit es zu keinen rechtswidrigen Beanstandungen kommt. Auf europäischer Ebene sieht der ÖAMTC im Zuge der kommenden EU-Präsidentschaft Österreichs die Chance, sich gemeinsam mit seinen Schwesterclubs für eine möglichst einheitliche Lösung zu engagieren. "Wir werden uns im Rahmen unseres Dachverbandes FIA dafür einsetzen, dass europaweit alle Neuwagen mit speziellem Tagfahrlicht ausgestattet werden", sagt der Club-Jurist.

Der Verkehrsausschuss hat im Zuge der gestrigen Sitzung erklärt, dass die Ergebnisse der neuen Bestimmungen nach zwei Jahren evaluiert werden sollen. Im Zuge dessen soll überprüft werden, ob die erhofften Vorteile eingetreten sind und ob sich die erwarteten Nachteile in Grenzen halten.

Alle rechtlichen und technischen Informationen rund um Licht am Tag findet man auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/lichtamtag/.

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