"Nachbar in Not" hilft mit mehr als 500.000 Euro Hochwasseropfern in Osteuropa

Rumänien und Bulgarien abermals vom Hochwasser heimgesucht

Wien (OTS) - Rumänien und Bulgarien wurden seit April dieses
Jahres mehrfach von anhaltenden Regenfällen und schweren Überschwemmungen heimgesucht. Tagelanger Regen hat Mitte der Woche abermals, vor allem im Süden und Südosten Rumäniens, Hunderte Ortschaften unter Wasser gesetzt, Brücken, Straßen und Stromleitungen zerstört. Mehrere hundert Familien mussten erneut evakuiert werden. In der Hauptstadt Bukarest standen Keller, Schulen, Krankenhäuser, U-Bahn-Stationen und ganze Straßenzüge unter Wasser. Auch in Bulgarien wurden in der Nacht zum Mittwoch erneut Häuser überflutet, Menschen obdachlos und weitere Sachschäden angerichtet.

"Nachbar in Not" bringt Tausenden Menschen dringend notwendige Hilfsgüter

Bereits Mitte Juli hatte "Nachbar in Not" mit der vom ORF unterstützten Aktion "Flut in Osteuropa" um Spenden für die schwer geprüften europäischen Nachbarn auf das P.S.K.-Konto 91 160 100 gebeten. 533.000 Euro wurden bisher von den Österreicherinnen und Österreichern gespendet. "Nachbar in Not"-Vorstand Michael Opriesnig vom Österreichischen Roten Kreuz: "Eine halbe Million Euro - in der alten Währung mehr als sieben Millionen Schilling -, damit unterstützt 'Nachbar in Not' Menschen in Rumänien und Bulgarien, die alles verloren haben. 'Nachbar In Not' hilft mit wärmenden Decken, Schlafsäcken, Matratzen, Medikamenten, Hygienepaketen und Brennmaterial für den bevorstehenden Winter."

Die "Nachbar in Not"-Organisationen unterstützen die Hochwasseropfer in Osteuropa seit Beginn der Katastrophe. Das Österreichische Rote Kreuz etwa versorgt evakuierte Flutopfer in Rumänien und Bulgarien mit 250 Familienzelten, 2.000 Wolldecken, 2.000 Unterlagsmatratzen, 600 Campingbetten, 600 Schlafsäcken, Regenbekleidungen, Gummistiefeln, Hygieneartikeln und Schlauchbooten. Aus den Mitteln von "Nachbar in Not" unterstützt die Caritas - hauptsächlich in Ost-und Zentralrumänien - 400 Familien mit rund 2.000 Personen mit Brennmaterial und Hygienepaketen für die Dauer von sieben Monaten. Darüber hinaus reparierten Caritas-Helfer/innen etwa 100 Häuser in der Diözese Iasi gemeinsam mit den Betroffenen. Langfristig wird die Caritas bei der lebensnotwendigen Wiederbelebung landwirtschaftlicher Strukturen helfen und den Familien Saatgut, Dünger, Hühner und Futtermittel zur Verfügung stellen. Die Diakonie-Auslandshilfe unterstützt mit "Nachbar in Not"-Mitteln ihre lokalen Partner bei der Katastrophenhilfe. Ein vorrangiges Projekt der Diakonie ist der Wiederaufbau des Dorfes Valea Plopului, etwa 80 Kilometer nördlich von Bukarest. Das "Dorf der Kinder" beherbergt ein Kinderheim sowie zahlreiche Pflegefamilien für Waisenkinder und für jene Kinder, die auf Grund der Notsituation derzeit nicht von ihren eigenen Eltern versorgt werden können. Die Volkshilfe Österreich hat im Kreis Cluj mit sozial benachteiligten Jugendlichen eines Ausbildungs- und Integrationsprojekts Soforthilfe geleistet. Mit den Spendengeldern aus der Aktion "Nachbar in Not" wird die Volkshilfe in zwei Dörfern Westrumäniens (Moara de Padurea, Valea Lerii) von der Flut beschädigte Häuser wieder aufbauen und sie für die betroffenen Familien vor dem kommenden Winter bewohnbar machen.

"Bilder von Flutwellen und Hurrikans sowie deren Spur der Zerstörungen an den Küsten Asiens und Amerikas haben wir heuer mehr als genug gehabt. Die Bilder von den anhaltenden Unwettern in Osteuropa begleiten uns seit April dieses Jahres. Auch hier sind es vor allem die Ärmsten der Armen, eine meist mittellose Landbevölkerung, die am meisten betroffen sind. Trotz Hochwasser im eigenen Land hat Österreich den wiederholt vor dem Nichts stehenden europäischen Nachbarn geholfen - und für diejenigen, die alles verloren haben, ist jede noch so kleine Hilfe eine sehr, sehr große", sagt Jörg Ruminak vom ORF-Humanitarian Broadcasting.

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