ASFINAG: S 35 Brucker Schnellstraße: Startschuss für Vollausbau Abschnitt Nord

Erste Teilverkehrsfreigabe: Sommer 2006

Pernegg (OTS) - Im Rahmen eines Festakts in Anwesenheit von Vizekanzler Hubert Gorbach erfolgt heute der Spatenstich für den Vollausbau der S 35 Brucker Schnellstraße im Abschnitt Nord (Stausee Zlatten - Mautstatt). Im Südteil zwischen Mautstatt und Röthelstein laufen die Arbeiten bereits seit 2003 auf Hochtouren. Dieser Projektabschnitt kann im Sommer nächsten Jahres für den Verkehr freigegeben werden.

Der Vollausbau der S 35 ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Vizekanzler Hubert Gorbach: "Der vierstreifige Ausbau zwischen dem Stausee Zlatten und Röthelstein wird das unfallträchtige Nadelöhr auf der Brucker Schnellstraße wesentlich entschärfen. Eine wichtige Maßnahme im Sinne unseres Verkehrssicherheitsprogramms mit dem Ziel, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Allein in den vergangenen fünf Jahren passierten im Gegenverkehrsstück auf der B 335 Brucker Ersatzstraße insgesamt 52 Unfälle mit 95 Verletzten und zwei Toten. Mit dem Vollausbau - zwei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn mit baulicher Mitteltrennung (Betonleitwand) -sollen Frontalzusammenstöße, wie sie auf der Bundesstraße immer wieder passiert sind, künftig vermeiden werden."

Für die Bewohner der anrainenden Gemeinden bringt der Lückenschluss der S 35 eine wesentliche Entlastung vor allem vom Schwerverkehr.

ASFINAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler:
"Durchschnittlich befahren rund 18.000 Kfz täglich die B 335 Brucker Ersatzstraße, davon 20 % Lkw bei Tag und sogar 28 % in der Nacht. Ein Großteil dieses Durchzugsverkehrs wird sich nach Fertigstellung der S 35 auf die Schnellstraße verlagern. Dies sowie massive Lärmschutzmaßnahmen (vor allem die langen Tunnel) bringen für die AnrainerInnen künftig eine Lärmreduktion von dzt. bis zu 70 Dezibel (dB) auf künftig rd. 55 dB."

Rund 4,5 km bzw. 40 Prozent des elf Kilometer langen Vollausbaustücks zwischen dem Stausee Zlatten und Röthelstein laufen "unter Tag" in den Tunneln Kirchdorf (2,7 km), Kaltenbach (1,1 km) und Mixnitz (670 m). Entlang der Freilandstrecke sind zum Schutz vor Hangrutschungen umfangreiche Hangsicherungen und Stützmauern zu errichten. Im Sinne einer gefälligen Gestaltung der baulichen Anlagen (Tunnelportale, Lärmschutzmaßnahmen) wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Die zu realisierenden Entwürfe sehen eine harmonische Einbindung des Straßenprojektes in Natur und Umwelt vor.

Geplante Verkehrsfreigaben:

Abschnitt Süd (Mautstatt - Röthelstein): Sommer 2006
Abschnitt Nord (Stausee Zlatten - Mautstatt): Ende 2008 Gesamtkosten: netto rd. Euro 210 Mio.

Die Finanzierung erfolgt über die Einnahmen der ASFINAG aus Maut, Vignette und Lkw Road Pricing.

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Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG-Pressesprecherin
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