Medizinische Universität Wien: Allgemeine universitäre Budgetmängel ja, aber kein Ärzteabbau im AKH wegen Neugründung der Meduni Wien

Wien (OTS) - Zum wiederholten Male wurden gestern in einer OTS-Aussendung des NR Abg. Grünewald der Personal-Abbau von 10% der Ärztinnen und Ärzte am AKH Wien fälschlicher Weise in einen Zusammenhang mit der nach der mit dem UG 2002 notwendig gewordenen Ausgliederung zu einer eigenständigen Universität und dem dadurch notwendig geworden Aufbau einer eigenständigen Verwaltung gebracht worden.

Tatsächlich gibt die MUW gibt 2.7% ihres Globalbudgets, das vom Bund zur Verfügung gestellt wird, für die Verwaltung aus und liegt damit im Vergleich zu Unternehmen dieser Größe in einem sehr niedrigen Bereich. Der größte Teil des Verwaltungspersonals war bis Mitte 2004 besetzt und ist aus jenen Mitteln finanziert worden, die von der Universität Wien auf die Medizinische Universität Wien umgeschichtet wurden (insgesamt waren es Euro 8.8 Mio.), ein kleiner Teil wird über Kostenersätze aus Drittmittelerlösen und über Overheads finanziert.

Die Notwendigkeit der Einsparungen von Ärztestellen ist ursächlich einerseits durch erhöhte Personalkosten infolge der ab 1.1.2004 zu schließenden Angestelltenverträge begründet (insbesondere hoher Arbeitgeberanteil!), andererseits durch vom Bund nicht abgedeckte Biennalsprünge der in großer Zahl verbliebenen Beamten. Außerdem ist die MUW bemüht, neu berufenen Professoren nun konkurrenzfähige Gehälter zu bezahlen, um damit Nebenbeschäftigungen zu reduzieren.

Die bisher eingesparten Ärztestellen liegen knapp unter 5% und gingen mit keinen Effizienzverlusten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung einher. An einigen Kliniken sind demnach durchaus erwünschte Umschichtungen und Umstrukturierungen vorgenommen worden.

Die einzigen Personalumschichtungen (aber nicht von Ärzten) von Instituten in Richtung Verwaltung fanden im Bereich der Lehre statt, da das neue Medizinstudium den früheren Fächerkanon, wo jedes Fach durch ein Institut vertreten wurde, nicht mehr aufweist, sondern in integrativen Blöcken und Modulen angeboten wird und es daher weitgehend auch zentral gesteuert werden muss.

Die aufgezählten Argumente können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die MUW unter Geldmangel leidet - der unterscheidet die Medizinischen Universitäten aber nicht von den anderen Universitäten. Von den für die österreichischen Universitäten berechneten Mehrkosten von Euro 750‑800 Mio. (die sich aus Generalsanierungskosten von Euro 620 Mio. und den schon vielfach genannten Euro 170 Mio. sonstige Kosten zusammensetzen) entfällt ein aliquoter Teil auf die Medizinischen Universitäten.

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