Dreiländertagung der kunststoffverarbeitenden Wirtschaft in Österreich

Schweizer, deutsche und österreichische Verbände sprachen zu Themen Unfallverhütung, Ausbildung, Innovation und die wirtschaftliche Lage

Wien (PWK697) - Im Rahmen des traditionellen Treffens, das diesmal vom 8. bis 9. September in Steyr/OÖ stattfand, informierte Hans Prihoda, Obmann der gewerblichen österreichischen Kunststoffverarbeiter, über ein Maßnahmenpaket zur Unfallverhü-tung in der Branche. Dieses besteht aus einer DVD und einem Handbuch. Die Medien wurden durch Verbandsvertreter in Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, der Berufsschule und den Sozialpartnern in zweijähriger Arbeit erstellt. Durch dieses Unerweisungsmaterial soll das Unfallrisiko in der Kunststoffverarbeitung möglichst gering gehalten werden. Die Präsentationsmittel zeigen aber auch in sehr anschaulicher Form das Berufsbild und die Verfahrens-techniken der Branche.

Zum Themenbereich Berufsausbildung zeigte Bundesrat Peter Weigelt, der Präsi-dent des Schweizer Verbandes (KVS), einen neuen Lehrberufsfilm zum Kunststoff-technologen. Darin werden die bedeutendsten Verarbeitungsbereiche in anschauli-cher Form für den interessierten Berufsnachwuchs dargestellt.

Die österreichischen Vertreter dankten Günter Schwank, dem Vertreter des deut-schen GKV für die gute Zusammenarbeit beim Berufswettbewerb "Jahrgangsbes-ter". Aufgrund der Kooperation wird der Jahrsgangsbeste der 3. Klasse Berufsschule in den deutschen "Club der Besten" aufgenommen und zum Besuch einer Kunst-stoffmesse nach Deutschland eingeladen. Ferner wurden Informationen über die Entwicklung der Lehrlingszahlen, über Lehrlingsförderung und das Niveau der Ab-solventen ausgetauscht.

Noch 2004 verzeichneten die Kunststoffverarbeiter in allen drei Ländern ein deutli-ches Umsatzwachstums. Der Umsatz war aber vor allem durch die hohen Rohstoff-preise gepusht. Die Halbjahreszahlen 2005 fielen dagegen schon niedriger aus und auch für den Rest des Jahres wird mit einer eher gedämpften Entwicklung gerech-net. Die Schweiz und Österreich setzen ihre Hoffnungen insbesondere auf eine Be-lebung der Konjunktur in Deutschland, jenes Nachbarland in das ein großer Teil ihrer Exporte fließt.

Die hohen Rohstoffpreise drücken weiterhin auf die Margen. Rationalisierung und Innovation sind daher angesagt um im Wettbewerb bestehen zu können. Der Präsi-dent der österreichischen kunststoffverarbeitenden Industrie, Dkfm. Erich Wach, betonte die Notwendigkeit innovativ tätig zu sein, weshalb in Österreich auch ein entsprechendes Förderprogramm gestartet werden soll.

Den Abschluss der Tagung bildete ein Besuch der Berufsschule für Kunststoffform-gebung und Kunststofftechnik sowie die Besichtigung des BMW Motorenwerkes in Steyr. (us)

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