Plassnik: "Mit dem Bürger ins Gespräch kommen"

Präsentation der EU-Informationskampagne und des österreichischen EU-Präsidentschaftslogos

Wien (OTS) - "Ich mache Ihnen ganz unverblümt ein Angebot,"
leitete Außenministerin Ursula Plassnik heute ihre Präsentation der europäischen Informationskampagne und des österreichischen Präsidentschaftslogos ein. "Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen, über Europa und wie wir unser Europa wollen."

Analysen der öffentlichen Stimmung zeigten deutlich, dass sich die Bürger an Europa beteiligen, dass die Europäer ihre Gedanken zum Ausdruck bringen und diese in die Politik einfließen lassen wollen. Seit dem letzten Europäischen Gipfel im Juni habe sich die Bundesregierung besonders überlegt, wie man dieses Dialogangebot in Österreich auch umsetzen könne.

Dabei sei das Außenministerium - so Plassnik - auf die Initiative "Europa hört zu" gekommen. "Jeder Einzelne, der sich mit Europa auseinander setzt, kann über Internet und Telefon Informationen erhalten und uns seine Sorgen, Hoffnungen und Ideen ganz persönlich mitteilen. Wir wollen damit zeigen, dass es keine Distanz zwischen den Bürgern und Europa geben darf."

Die Vorteile der EU seien manchmal zu selbstverständlich. Dieses Bewusstsein müsse wieder gestärkt werden. "Dazu haben wir uns einiges einfallen lassen", sagte die Außenministerin. "Mit der morgen beginnenden Informationskampagne über die EU wollen wir wieder mehr Vertrauen in das europäische Projekt schaffen, indem wir einladen, sich einzubringen und durchaus auch Kritik oder Bedenken zu formulieren. Andererseits wollen wir den Mehrwert, den die EU für uns alle täglich bringt, auch wieder stärker sichtbar machen."

Das Präsidentschaftslogo und die Informationskampagne wurden in Zusammenarbeit zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Außenministerium entwickelt.

Die Eckpunkte der Informationskampagne, die ab Mitte September bis zum Ende des österreichischen Ratsvorsitzes laufen wird, sind:
- Ab 16. September werden zwei verschiedene TV-Spots über mehrere Wochen ausgestrahlt. Mit dem Slogan "Europa hört zu" werden auch die Web-Adresse www.zukunfteuropa.at und die Nummer des Europatelefons 0800221111 eingeblendet, um einen direkten Dialog zu ermöglichen.
- Ab Anfang November werden 2000 Plakate in ganz Österreich den Mehrwert der EU darstellen.
- Die Website ist ein integraler Bestandteil der Kampagne. Es werden sämtliche technischen Möglichkeiten genutzt, um den User in Aktionen einzubinden. Josef Mayerhofer von der Firma Palla Koblinger proximity stellte während der Pressekonferenz die Website mit ihren interaktiven Aspekten vor.
- In einer Roadshow gemeinsam mit Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung wird ab 17. Oktober ein "Europa-Bus" durch ganz Österreich touren und die EU zu den Bürgern bringen.

Plassnik präsentierte auch das Logo der österreichischen EU-Präsidentschaft: "Europa ist Buntheit und Vielfalt. Dieses europäische Lebensgefühl wollen wir auch optisch vermitteln." Der vom niederländischen Designer Rem Koolhaas und seiner Denkfabrik OMA (Office for Metropolitan Architecture) entwickelt Barcode verbinde die Fahnen der 25 EU-Mitgliedstaaten zu einem einzigen farbenfrohen Symbol. Die österreichische EU-Präsidentschaft 2006 werde - so die Außenministerin weiter - die erste offizielle Anwendung des Barcode sein.

Im Rahmen der Pressekonferenz sprach Reinier de Graaf in Vertretung von Rem Koolhaas über die Geschichte des Logos. Der Barcode ist die visuelle Umsetzung, die Österreich fest im bunten und vielfältigen europäischen Zusammenhang verankert und dabei der österreichischen Identität Rechnung trägt.

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