Seeber: EU-Aktionsplan gegen Vogelgrippe

Seeber begrüßt finanzielle EU-Unterstützung für Vogelgrippetests

Brüssel, 15. September 2005 (ÖVP-PD) "Das Europäische Parlament will den Aktionsplan der EU-Kommission zur Bekämpfung und Eindämmung der Vogelgrippe in einigen Punkten verbessern. Es geht uns im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments einerseits um eine verbesserte Koordination zwischen den Mitgliedstaaten. Andererseits wollen wir, dass die EU den bereits betroffenen
Staaten außerhalb der EU hilft, um die Ausbreitung des Virus möglichst von unseren Grenzen fernzuhalten", sagte heute der Umweltsprecher der ÖVP-Delegation, Dr. Richard Seeber, in Brüssel. ****

Mit auf Initiative Seebers hin stellte gestern der EU-Umweltkommissar Markos Kyprianou den Aktionsplan der Kommission im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments vor. "Grundsätzlich ist dieser Aktionsplan gut und sinnvoll. Einige Verbesserungen könnten ihn aber noch effizienter gestalten. Eine europaweit koordinierte Erstellung von Datensätzen und die Zusammenstellung einer strategischen Reserve an Impfstoffen erscheint mir dabei als besonders vorrangig", betonte Seeber. Der Kommission sollte dabei die Koordinationsrolle zufallen, da der Kampf gegen die Vogelgrippe und eine weitere Ausbreitung des Virus nicht an Staatsgrenzen haltmache.

In diesem Zusammenhang begrüßte Seeber auch die gestrige Ankündigung der EU-Kommission, im diesem Halbjahr 884.000 Euro für die finanzielle Unterstützung von Vogelgrippetests zur Verfügung zu stellen und so fünfzig Prozent der Kosten zu übernehmen. Notwendig sei aber auch die Bereitstellung entsprechender EU-Gelder für intensivierte Forschungsprogramme gegen die Mutation des Virus.
"Der kritische Punkt ist heute nicht mehr so sehr die Übertragbarkeit zwischen Tier und Mensch. Wirklich wichtig ist die Bekämpfung der Virenmutation bei der Weitergabe zwischen Menschen. Die katastrophalen Grippeepidemien der Vergangenheit sollten uns hier warnendes Beispiel sein", so Seeber weiter.

Dabei seien auch die einzelnen nationalen Maßnahmen schleunigst voranzutreiben. "Die Mitgliedstaaten selbst müssen ihre Bemühungen ebenfalls intensivieren. Die Vogelgrippe ist aber ein weiterer
Fall, wo die Europäische Union sinnvoll diese einzelstaatlichen Anstrengungen koordinieren und im Sinne von Synergieeffekten verbessern kann", sagte Seeber abschließend.

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