Umweltdachverband: Nachhaltigkeit braucht’s - auf allen Ebenen!

Wien (OTS) - Ab heute sind einen Monat lang "Nachhaltige Wochen" angesagt. "Das ist zweifelsohne eine wichtige Initiative, die nachhaltigen Konsum zum Angreifen bietet und gleichzeitig Bewusstsein bei den KonsumentInnen schafft", sagt Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Denn gerade die Lebensmittelindustrie hat großen Einfluss auf das Klima. Herstellung, Veredelung und Transport von Lebensmitteln führen oft zu beträchtlichen CO2-Emissionen. "Die Initiative ist ein guter Anstoß, will sie aber in allen Belangen von nachhaltiger Wirkung sein, müssen die KonsumentInnen auch nach dem 15. Oktober zu nachhaltigem Einkaufen motiviert werden", so Maier. Fest steht auch, dass Nachhaltigkeit nicht in den Einkaufskörben endet. Denn was nutzt Konsum mit Köpfchen, wenn parallel dazu auf andere wesentliche Eckpunkte nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsweise zu wenig Augenmerk gelegt wird. Mehr Nachhaltigkeit ist daher nicht nur auf Seiten des Konsums und von den KonsumentInnen einzufordern.

Klimaschutz: Probe aufs Exempel punkto Nachhaltigkeit

"Zur Nagelprobe punkto Nachhaltigkeit wird für die Politik die noch heuer zu erstellende neue Klimastrategie und deren Umsetzung werden. Mit den Maßnahmenbündeln, die es zu schnüren gilt, muss der Grundstein für mehr Nachhaltigkeit gelegt werden", fordert Maier. Gerade in den großen Problemfeldern Verkehr und Energieerzeugung müssen entscheidende Trendwenden erreicht werden. Für die Zukunft der Ökoenergiebranche mangelt es seit mittlerweile 9 Monaten an entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Weiters ist weder ein umfassendes Programm für mehr Energieeffizienz in Sicht, noch gibt es Anzeichen, dass die seit Jahren bekannten Möglichkeiten und Chancen einer aufkommensneutralen und ökosozialen Steuerreform aufgegriffen werden.

Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes - Schlag ins Gesicht der Nachhaltigkeit

Im Gegenteil: Die von der Bundesregierung angekündigte Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes sind unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit völlig falsche Signale. "Führen wir die Idee der nachhaltigen Wochen weiter und machen nachhaltige Monate und Jahre daraus! Die ambitionierte Umsetzung der bestehenden Nachhaltigkeitsstrategie und eine Klimapolitik, die die Treibhausgasemissionen tatsächlich senkt - das sind die zentralen Forderungen an eine Politik der Nachhaltigkeit", so Maiers abschließender Appell.

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband - Mag. Franz Maier, Geschäftsführer
Mobil: 0664/335 95 32,
Mag. Birgit Hauhart, Referentin Klima & Energie
Tel.: 01/40 113-47,
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/40 113-21
E-Mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
http://www.umweltdachverband.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGN0001