Bartenstein: "Nachhaltigkeit ist eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaftspolitik"

Start der Aktion "Nachhaltige Wochen 2005" - Bewusst kaufen. Besser leben - Energy Label hilft beim Energie sparen

Wien (BMWA-OTS) - "Nachhaltigkeit ist eine zentrale politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts.", erklärte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute, Donnerstag, bei der Pressekonferenz zum Start der Schwerpunktaktion "Nachhaltige Wochen 2005", die gemeinsam mit dem Umweltministerium und unter Beteiligung der Wirtschaftskammer und von Handelsketten die Aufmerksamkeit auf Umweltschutz und soziale Verantwortung beim Einkaufen lenken soll. Unter dem Motto "Bewusst kaufen. Besser leben" weisen bis zum 15. Oktober 2005 Lebensmittelhandel und -hersteller, Drogerien, Baumärkte und der Elektrohandel gezielt auf Umwelt schonende, regional erzeugte und fair gehandelte Produkte hin.

Für Bartenstein besteht die Herausforderung an die Wirtschaftspolitik darin, dass das zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand notwendige Wirtschaftswachstum auf Qualität und Nachhaltigkeit aufbauen müsse. Vor allem dem Energieeinsatz komme dabei besondere Bedeutung zu. Österreich habe dabei bereits einige Erfolge aufzuweisen, sei doch seit den Ölschocks der 1970er-Jahre der Energieeinsatz in Relation zum Bruttoinlandsprodukt um rund 30% gesunken. Jetzt gehe es darum, mit einer Bewusstseinskampagne die Konsumenten auf nachhaltig erzeugte und Energie sparende Produkte aufmerksam zu machen.

"Energy Label" als Orientierungshilfe.

Bartenstein verwies auf das für die wichtigsten elektrischen Haushaltsgeräte - zum Beispiel Kühlgeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler - bereits verbindlich vorgeschriebene Verbrauchsangaben-Etikett "Energy Label", das durch eine Buchstaben-Kennzeichnung Aufschluss über die Energieeffizienz eines bestimmten Produkts gibt und so eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl bietet. Bartenstein: "Wer beim Einkauf auf den Buchstaben A für niederen Verbrauch achtet, entlastet die Umwelt und schont die eigene Geldbörse." Rund 30% des privaten Stromverbrauches entfallen auf Haushaltsgeräte. Eine vierköpfige Familie kann mit sehr energieeffizienten Geräten jährlich bis zu 70 Euro einsparen.

Der Handel versehe bereist ein breites Sortiment an Produkten mit dem Energy Label, zeigte sich der Minister erfreut, er werde aber auf europäischer Ebene für eine Ausdehnung des verpflichtenden Energy Labelling, vor allem auf mit Gas oder Strom betriebene Warmwasserboiler, eintreten.

"Angesichts steigender Energiepreise und der begrenzten Ressourcen an fossilen Energieträgern muss uns allen bewusst sein, dass Kaufentscheidungen zugunsten energieeffizienter Geräte sowohl jedem Einzelnen als auch der Gesamtheit nur Vorteile bringen", betonte Bartenstein abschließend.

Mehr Informationen zu diesem Thema im Internet unter
http://www.bmwa.gv.at/BMWA/Aktuelles/International/nachhaltiges_bmwa.
htm oder www.nachhaltigewochen.at

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