VP-Walter: Realitätsverweigerung der SP-Gewerkschaft beseitigt die Missstände nicht

Wien (OTS) - "Das ist ein typischer Fall von Realitätsverweigerung sozialdemokratischer Gewerkschafter. Nicht wir schaden dem Ansehen der Gesundheitsberufe, weil wir die unhaltbaren Zustände in Lainz aufzeigen, sondern die SPÖ, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach im Stich lässt und nur leere Versprechungen macht", so die Reaktion des Landesgeschäftsführers der ÖVP Wien Norbert Walter auf den Offenen Brief der GdG-Hauptgruppe.

Wie bereits in einer früheren Aussendung ausgeführt, ist das Personal hoch motiviert und will etwas bewegen, das sei auch jener Eindruck gewesen, den Landesparteiobmann Johannes Hahn und Sozialsprecherin Ingrid Korosec bei ihrem gemeinsamen Besuch mit Pflegeombudsmann Werner Vogt im Geriatriezentrum gewonnen haben.

"Ich lade die Vertreter der sozialdemokratischen Gewerkschaft ein, mit Ombudsmann Werner Vogt zu sprechen. Er war dabei und hat bestätigt, dass nicht dem Personal Versäumnisse vorzuwerfen sind, sondern der Stadtregierung. Und das bekräftigen auch Personalvertreter vor Ort, allein das 'Go' der Stadtregierung und die versprochene Pflegemilliarde der Frau Stadträtin sind nicht auffindbar. Ganz im Gegenteil: Krankenpfleger und Schwestern versuchen mit ihrem Einsatz die Versäumnisse der Stadtregierung so gut es geht zu kompensieren", so Walter weiter.

Seit 2003 habe sich in Lainz nicht viel verändert. Das Ergebnis des Lokalaugenscheins war ernüchternd: 1.800 Menschen leben überwiegend in Sechs-Bettzimmern, Bad und WC meist am Gang, es fehlt an Aufenthaltsräumen für BewohnerInnen und Personal. Die Bewohner verbringen ihren Lebensabend wie in einem Krankenhaus: keine Privatsphäre, keine Rückzugsmöglichkeit, keine Beschäftigungsmöglichkeit. Das ist auch ein Kritikpunkt, der von Pflegeombudsmann Werner Vogt immer wieder ins Treffen geführt wird.

Walter abschließend: "Es ist bedauerlich, dass sich die Gewerkschaft vor den Karren der SPÖ Interessen spannen lässt und nicht Partei für die Bediensteten ergreift. Pfleger und Schwestern haben dem SP-Gemeinderatsvorsitzenden Rudolf Hundstorfer sogar öffentlich ihre Arbeitsbedingungen geschildert und ihn eingeladen sich selbst ein Bild vom ungeschönten Lainz zu machen. Die Unzufriedenheit des Personals ist dokumentiert, auch wenn die Gewerkschaft jetzt anderes behauptet. Wir werden nicht aufhören auf die unhaltbaren Verhältnisse hinzuweisen bis die SP-Stadtregierung endlich handelt."

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