jugend innovativ goes Moskau

internationaler Jung-Forscher/-innen-Wettbewerb mit österreichischer Teilnahme

Wien (OTS) - Am kommenden Samstag, den 17. September, beginnt in Moskau der 17. EU-Contest for Young Scientists - der europaweite Wettbewerb für junge Forscher/-innen im Alter von 15 bis 20 Jahren. Insgesamt drei österreichische Projektteams nehmen auch heuer wieder am Contest teil. Die Qualifikation für die Teilnahme konnten sie sich im Rahmen des österreichischen Schul-Innovationsbewerbs Jugend Innovativ im Juni 2005 sichern. Insgesamt 126 Teilnehmer/-innen aus 35 Ländern befinden sich im freundschaftlichen Wettstreit EUR 28.500 Preisgeld und zahlreiche internationale Workshop- und Reisepreise. Im Rahmen der Veranstaltung findet neben der Präsentation der Projekte vor einer internationalen Jury auch eine Ausstellung aller 78 Projekte statt. Das Motto des heurigen Contests: "With Bright Minds to the Bright Future".

Ein helles Ergebnis für Österreich erwartet sich auch Jana Zach, für den Wettbewerb verantwortliche Projektleiterin der Förderbank austria wirtschaftsservice: "Wir sind besonders stolz auf die im internationalen Vergleich stets hohe Qualität unserer österreichischen Projekte." Nicht zu unrecht, konnten österreichische Schüler/-innen doch in der Vergangenheit immer Plätze in den vorderen Reihen erzielen, im letzten Jahr stellte Österreich sogar das Siegerteam des EU-Contests. Das Wichtigste ist für Zach und ihre Schützlinge aber jedenfalls das Dabeisein: "Die Reise nach Moskau, die Preisverleihung im Kreml und der Kontakt mit Gleichgesinnten aus ganz Europa - das alles stellt für Österreichs innovative Jugend eine große Motivation dar", ist die Programmmanagerin überzeugt.

Interessante Projekte aus allen Bereichen

Das Projektteam der HTL Braunau vertreten durch Markus Metz, Susanne Cernak und Felix Faschinger, das sich in der Kategorie mit dem Projekt "MiSoWap" qualifizieren konnte, wird in Moskau seine Forschungen zum Thema wasserstoffproduzierende Bakterien vorstellen. Die mikrobielle Solar-Wasserstoff-Produktion hatte schon die Expertenjury des österreichischen Wettbewerbs beeindruckt. Den Schülern gelang im Rahmen ihres Projekts der Nachweis für die technische und wirtschaftliche Möglichkeit, Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger durch alternative Prozesse aus Abfallstoffen zu gewinnen.

Weiters nominiert wurde im vergangenen Juni Philip Babcock vom Schottengymnasium in Wien, der sich mit der Entwicklung eines auf DNA basierenden molkularen Computers beschäftigte. Die DNA soll nach seinem Ansatz zu Berechnungen in Apparaturen herangezogen werden, wovon die Forschung sich viele Vorteile erwartet. Gewisse Probleme in der Informatik und der Kryptographie können in Zukunft besser durch molekulare Rechner als durch herkömmliche Computer bewältigt werden.

Der visuellen Platinenprüfung von Steuerungsmodulen widmet sich das dritte Kandidatenteam, vertreten durch Nikolaus Ederer und Christian Streitwieser. In dem technischen Kooperationsprojekt mit der Steuerungs-Entwicklungsfirma Sigmatek konnten die Schüler eine innovative Bilderkennung, die einen wesentlichen Teil der Endprüfung des Produkts darstellt, entwicklen und zum Einsatz bringen. Von der innovativen Lösung des Qualitätsprüfproblems konnte nicht nur der Auftraggeber Sigmatek profitieren, sondern die Entwicklung ist auch so flexibel ausgelegt, dass sie in zahlreichen Bereichen Einsatz finden wird.

Jugend Innovativ - ein Programm des BMWA und des bm:bwk

Jugend Innovativ richtet sich als Wettbewerb an österreichische Schülerinnen und Schüler ab der 10. Schulstufe aller Schularten. Der Wettbewerb wird von der austria wirtschaftsservice im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit sowie des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur jährlich ausgerichtet. Der Wettbewerb 2005/06 startet am 18. November mit einer Kick-off-Party in Wien. Weitere Informationen über Jugend Innovativ finden sich unter www.jugendinnovativ.at.

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