ÖAMTC begrüßt Ministervorstoß, "Alpenzuschlag" bei Spritpreisen abzuschaffen

Club fordert faires Spritpreisniveau in Österreich

Wien (OTS) - Der Mineralölwirtschaft wurde vor Jahren aufgrund behaupteter Standortnachteile Österreichs zugebilligt, dass die heimischen Nettopreise (ohne Steuern) um maximal 2,9 Cent über dem EU-Durchschnitt liegen dürfen. "Trotz der Aufhebung dieses Zugeständnisses beim Spritpreisgipfel im Mai 2004 wird die 2,9 Cent-Regelung seitens der Mineralölwirtschaft weiterhin zum Nachteil der Konsumenten eingehoben und ausgereizt", kritisiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Vom ursprünglichen Ziel, die Kraftstoffpreise schrittweise auf EU-Niveau zu senken, ist man angesichts der derzeitigen Höchstpreise weit entfernt. Umso mehr begrüßt die ÖAMTC-Expertin die Überlegungen von Minister Bartenstein, der langjährigen Forderung des Clubs nach einer Abschaffung dieses "Alpenzuschlags" nachzukommen. "Die Kraftstoffpreise in Österreich müssen endlich auf ein faires EU-Niveau sinken, das West-Ost-Gefälle ausgeglichen werden", fordert Brugger-Brandau.

2,9 Cent mehr als der EU-Durchschnitt bedeuten für Österreichs Kraftfahrer eine Mehrbelastung von rund 200 Millionen Euro pro Jahr zugunsten der heimischen Mineralölwirtschaft. Mit der Abschaffung dieses unzeitgemäßen Zuschlags wäre ein erster Schritt zur Entlastung der Autofahrer getan. Der ÖAMTC verlangt außerdem eine sofortige Erhöhung von Kilometergeld, Pendlerpauschale und Verkehrsabsetzbetrag aus Mitteln der Mehrwertsteuer-Mehreinnahmen, die aus den steigenden Spritpreisen lukriert werden. "Bleibt zu hoffen, dass den Ankündigungen von Minister Bartenstein auch Taten folgen", so die ÖAMTC-Expertin.

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