ARBÖ: Riesenerfolg für ARBÖ-Fahrtag für Autofahrer mit Körperbehinderung Jubiläumsveranstaltung fand starkes Zuschauerinteresse, auch aus dem Ausland

Wien (OTS) - Zu einem Riesenerfolg wurde der 25. Fahr- und Testtag des ARBÖ für Autofahrer mit Körperbehinderung, der an diesem Wochenende auf dem ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum in Wien Aspern stattfand. Über hundert Besucher, darunter auch aus Ungarn, informierten sich darüber, wie Menschen mit Körperbehinderung den Führerschein machen können.

"Durch technische Neuerungen haben Menschen mit Körperbehinderung immer größere Möglichkeiten, selbst ein Fahrzeug zu steuern. Um ihre Chancen auch nützen zu können, müssen die Betroffenen zuerst einmal darüber Bescheid wissen", nennt ARBÖ-Behindertenberater Roland Hirtl das Motto der Veranstaltung. "Mobilität ist gerade für Menschen mit Körperbehinderung besonders wichtig", bekräftigte die Nationalsratsabgeordnete und SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp, die vor Ort umgebaute Fahrzeuge austestete.

So wurde beim ARBÖ-Testtag praxisnah gezeigt, wie Querschnittgelähmte mit einem Motorrad fahren können , Beinamputierte einen schweren LKW samt Anhänger steuern oder ein extremer Spastiker es fertig bringt, einen auf seine Bedürfnisse umgebauten Chrysler verkehrssicher zu lenken.

Roland Hirtl: "Viele, die erstmals zu uns kommen, sehen, wie es andere machen und können es hier selber ausprobieren". Das Ergebnis fällt mitunter überraschend positiv aus:. So schaffte es der mehrfach körperbehinderter Besucher Martin Habacher auf Anhieb, ein mit allen technischen Raffinessen umgebautes Fahrzeug der Fahrschule Columbus nicht nur zu steuern, sondern auch gleich einzuparken. "Durch meinen vollelektronischen Rollstuhl bin ich das Feinsteuern ja schon gewohnt", schmunzelte er nachher zufrieden.

Die Besucher des 25. ARBÖ-Fahr- und Testtages konnten sich über konkrete Autoumbau-möglichkeiten (etwa durch die Firma Reeh) informieren. Und Hofrat Dipl. Ing. Daniel Kirste, seit Jahrzehnten auf technische Gutachten bei körperbehinderten Führerscheinanwärtern spezialisiert, bot nützliche Ratschläge, wie beim Erwerb eines Führerscheins am besten vorzugehen ist. "Da Menschen mit Körperbehinderungen bei manchen Behörden noch immer noch auf überholte Vorurteile stoßen, ist es hilfreich, sich ein technisches Gutachten einzuholen, noch vor dem Gang zur Behörde", legt Kirste allen Führerscheinanwärtern ans Herz. "Manche in den Behörden wissen schlicht und einfach nicht, was technisch schon alles machbar ist".

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