ÖAMTC-Stau-Bilanz: Im Sommer 2005 mehr, aber kürzere Staus als im Vorjahr

Stau-Berater gerieten in den 422 Staus trotz kühlen Wetters ins Schwitzen

Wien (OTS) - Trotz enorm hoher Spritpreise und zahlreicher Schlechtwetter-Phasen war die Reiselust der Deutschen und Österreicher auch in diesem Sommer ungebrochen stark. Diesen Schluss legen zumindest die Einsatzberichte der ÖAMTC-Stau-Berater und die Stau-Statistik des Clubs nahe. In der ÖAMTC-Informationszentrale wurden an den Reise-Wochenenden während der Schulferien insgesamt 422 Staus mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern auf Österreichs Autobahnen registriert. "Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr", erklärt ÖAMTC-Experte Christian Dachs: "Allerdings waren die Staus im Durchschnitt etwas kürzer als 2004."

Hauptstaupunkte waren einmal mehr die einröhrigen Tunnels auf der Tauern Autobahn (A 10) sowie die einspurigen Abschnitte der Süd Autobahn (A 2) im Pack-Abschnitt. Die geringe Anzahl an Mega-Staus erklärt man sich beim ÖAMTC einerseits durch besseres Baustellenmanagement, andererseits aber auch durch eine merkbare zeitliche Verteilung der Reiseströme. "Viele die Richtung Süden unterwegs waren, haben Wochentage als Reisetage gewählt", meint Dachs: "Eine Entwicklung die erfreulicherweise von Jahr zu Jahr stärker zu werden scheint."

Mit einer deutlichen Verbesserung der Stau-Situation während der Sommer-Monate wird nach Ansicht der Club-Experten nicht vor 2007 zu rechnen sein. Dann soll laut Zeitplan die zweite Röhre des Katschberg-Tunnels und die neue Trasse der Süd Autobahn auf der Pack fertig sein. 2010 soll die Verkehrsfreigabe der zweiten Röhre des Tauern Tunnels folgen.

Bilanz der Stauberater

Die Stau-Zahlen zeigen: Das Betätigungsfeld der ÖAMTC-Stau-Berater war auch in diesem Jahr groß. "Die Gelben Engel auf ihren KTM-Maschinen haben pro Tag rund 500 Kilometer zurück gelegt", fasst Eva Nebenmayer, Koordinatorin der Stau-Berater des Clubs, zusammen:
"Dabei wurden täglich Hunderte im Stau gefangene Urlauber mit Getränken und Tipps über Ausweichstrecken versorgt. " Auf der Tauern Autobahn mussten die Stau-Berater auch mehrere Male Erste Hilfe leisten, nachdem Menschen kollabiert waren. "Es gab aber auch viele positive, sehr menschliche Erlebnisse", meint Nebenmayer: "So wurde etwa ein Stau-Berater zu einer Kindergeburtstags-Party mitten auf der Tauern Autobahn eingeladen. Er hat die Kinder mit Spielzeug versorgt und als Clown unterhalten."

Eine wertvolle Unterstützung für die Erstellung der Stau-Informationen war der ÖAMTC-Stau-Flieger, der an den Samstagen im Großraum München - Salzburg unterwegs war. Das Flugzeug legte bei der Verkehrs-Observierung insgesamt mehr als 10.000 Kilometer zurück.

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Helmut Beigl

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