"profil": Hirschmann fordert "Gönner" auf sich zu outen

Kennt Identität der Zahler angeblich bis heute nicht - kann sich nicht vorstellen, dass Klasnic nicht informiert war

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" sagt Gerhard Hirschmann, der bei der steirischen Landtagswahl am 2. Oktober mit einer eigenen Liste antritt, er habe "bis heute nicht eruieren können", wer die Summe von 291.510 Euro als Teil seiner Estag-Abfertigung auf ein Treuhandkonto überwiesen habe.

"Ich finde, diese Kreise sollten sich endlich outen." Es bestehe ein "massives öffentliches Interesse" daran und "mir persönlich wäre das auch sehr recht", sagt Hirschmann. Er sei immer davon ausgegangen, dass "das Geld auf dem Treuhandkonto zur Deckung der Anwalts- und Verfahrenskosten gedacht" gewesen sei. Erst am 27. Dezember 2004 habe ihn "ein Freund aus der ÖVP darauf aufmerksam gemacht, dass ein Teil des Geldes von privater Seite gekommen ist".

Auf die Frage, ob er glaube, dass dies hinter dem Rücken von Landeshauptfrau Klasnic organisiert worden sei, sagt Hirschman:
"Pressereferent Professor Herwig Hösele war nachweislich involviert. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass Leute in ihrer Umgebung ihr so wichtige Dinge nicht mitteilen. Ich hielte das höchst gefährlich für sie und ihre Arbeit."

Auch über die Geldgeber des Angebotes vom 30. 5. 2005, das durch Bernd Schilcher vermittelt wurde und für den Verzicht auf die eine Kandidatur fünf Jahre lang ein Einkommen von 200.000 Euro pro Jahr garantiert hätte, wisse er nichts. Hirschmann im "profil"-Interview:
"Schilcher sagte, es handle sich um größere österreichische Unternehmer, die gerne mit mir zusammenarbeiten wollen. Auch dafür wurde ein Treuhänder nominiert."

Bernd Schilcher sei auch in die Verhandlungen um den Estag-Vergleich involviert gewesen, sagt Hirschmann. Ihm werde "schön langsam schwindlig, wenn ich bedenke, dass die Estag-Anwälte auch für die Herbersteins arbeiten".

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