Kräuter zu Morak-Party im KHM: Gehrer bestreitet RH-Kritik

Anfrageantwort der Ministerin "ungeheuerlicher Affront" - Welches Geburtstagsgeschenk erhielt Morak auf Staatskosten?

Wien (SK) Mit ungewöhnlich scharfer Kritik reagierte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter auf eine heute Freitag zugegangene Anfrageantwort von Ministerin Gehrer zur Geburtstagsparty auf Steuerzahlerkosten von Staatssekretär Morak im KHM. Kräuter gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Diese Anfrageantwort ist ein ungeheuerlicher Affront gegenüber der kritischen Öffentlichkeit. Gehrer bestreitet jegliche Kritik des Rechnungshofes an der skandalösen Misswirtschaft im Kunsthistorischen Museum und leugnet protokollierte Fakten einer Nationalratssitzung. Diese Vorgangsweise ist unter jeder Kritik, einer Bundesministerin der Republik Österreich nicht würdig und eine schwere Beschädigung der Reputation des Rechnungshofes." ****

Mit dem Verleugnen der scharfen Kritik des Rechnungshofes an Herrn Seipel und den Malversationen im KHM durch die zuständige Bundesministerin werde die fleißige und kompetente Arbeit der Beamten des Kontrollamtes ad absurdum geführt. Kräuter hoffe auf eine entsprechende Klarstellung von RH-Präsident Josef Moser.

Kräuter: "Gehrer muss zugeben, dass für die Geburtstagsfeier von Staatssekretär Morak die Steuerzahler mit 5.736,88 Euro zur Kasse gebeten wurden. Die Antwort nach dem Geburtstagsgeschenk wird glatt verweigert, es liegt der Verdacht nahe, dass Morak mit Steuergeld zusätzlich beschenkt oder sogar mit Kunstgegenständen bedacht wurde." Kräuter forderte die sofortige Aufklärung hinsichtlich Geschenke auf Staatskosten an ein Mitglied der Bundesregierung: "Ich fordere von Gehrer, Morak und dem für den Staatssekretär zuständigen Bundeskanzler Schüssel im Interesse der Steuerzahler sofortige Aufklärung, welche Geschenke Herrn Morak mit öffentlichen Mitteln gemacht wurden."

Abschließend erneuerte Kräuter seine Forderung nach Rückzahlung der Kosten der Geburtstagsfeier durch den Staatssekretär:
"Es ist unerträglich, dass Herr Morak nach wie vor dem Steuerzahler gegenüber diese Zeche prellt. Zahlen Sie das Geld zurück, geben Sie Geschenke auf Kosten der Bevölkerung zurück, und dann treten Sie am besten zurück." (Schluss) cs/mp

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