Erstes transalpines Symposium zur Schutzgebietsforschung

72 Wissenschafter aus acht Ländern kommen nach Kaprun

Kaprun/Salzburg (OTS) - Auf Einladung des Nationalparks Hohe
Tauern und des Netzwerkes Alpiner Schutzgebiete findet vom 15. bis 17. September auf der Burg Kaprun erstmals eine transalpine Tagung zur Schutzgebietsforschung statt. Dazu werden 72 Wissenschafter aus acht Ländern erwartet. Neben österreichischen Forschern werden Teilnehmer aus den Alpenländern Frankreich, Deutschland, Schweiz, Italien sowie aus Serbien, Tschechien und Griechenland nach Kaprun kommen.

Antworten auf transalpine Fragestellungen gesucht

"Ziel des Symposiums ist es vor allem, Wissenschafter aus den alpinen Schutzgebieten zusammenzubringen, um interdisziplinäre und transalpine Fragestellungen zu thematisieren", erklärt Tagungskoordinatorin Mag. Kristina Bauch vom Nationalpark Hohe Tauern. Zu den Arbeitsschwerpunkten zählen u. a. der Vergleich der Forschungsansätze in den einzelnen Schutzgebieten, die Definition praktikabler Erfolgsfaktoren und Indikatoren im Schutzgebietsmanagement und der Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Öffentlichkeitswirksamkeit von Naturschutzanliegen.

Hochkarätige Podiumsdiskussion

Insgesamt werden in den drei Tagen 34 Vorträge stattfinden und 35 Poster präsentiert. Am Abend des ersten Tages findet zudem eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema "Wie viel und welche Forschung benötigen Schutzgebiete" statt. Gesprächsleiter ist der Präsident des Internationalen Lenkungsausschusses des Netzwerkes Alpiner Schutzgebiete, Dr. Michael Vogel. Einen nachdenklichen Höhepunkt der Tagung bildet der Vortrag der Historikerin Mag. Dr. Nicole Slupetzky zum Thema "Weiße Hölle - Hölle Weißsee: Zwangsarbeit auf 2300 m Höhe", in dem es um das Schicksal hunderter Zwangsarbeiter im Dachau-Nebenlager am Weißsee in Uttendorf geht. Das detaillierte Programm der Tagung kann im Internet unter
http://webworks.at/uploads/symp_programm.pdf (603 KB) abgerufen
werden, die Zusammenfassung der einzelnen Beiträge gibt es unter
http://webworks.at/uploads/symp_tagungsband.pdf (1,37 MB).

3. Forschungssymposion des Nationalparks Hohe Tauern

Warum ist die Wahl des Veranstaltungsortes für dieses Kolloquium auf Kaprun gefallen? "Der Nationalpark Hohe Tauern hat hier bereits in den Jahren 1996 und 2001 ausgesprochen erfolgreiche Tagungen zur Nationalpark-Forschung durchgeführt", meint Dr. Guido Plassmann, Direktor des Netzwerkes Alpiner Schutzgebiete. "Ermutigt durch diesen Erfolg und die vielen positiven Rückmeldungen haben wir uns entschlossen, diese Tagung im Rahmen des 3. Forschungssymposions des Nationalparks Hohe Tauern abzuhalten."

Interreg III B-Projekt ALPENCOM

Die Tagung wird durch das von der EU geförderte Interreg III B "Alpine Space Programm" Projekt ALPENCOM ermöglicht. Durch ALPENCOM findet erstmals eine gemeinsame Aktion der alpinen Schutzgebiete statt. Dabei sollen gemeinsame Konzepte zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt werden, um über den sensiblen Kultur- und Naturraum der Alpen zu informieren. Das Projekt dient aber auch dazu, die Zusammenarbeit zwischen Schutzgebietsverwaltern zu verstärken.

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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Andreas Kleinwächter
Nationalparkrat Hohe Tauern
Tel.: +43 4875 5112-23
E-Mail a.kleinwaechter@hohetauern.at

Dr. Martin Sturmer
MEDIACLUB
Tel.: +43 662 450627
E-Mail ms@mediaclub.at

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