Moser zu Post: Schüssel startet dritte Schließungswelle

Wien (SK) "Mit der heutigen Zusage von Bundeskanzler
Schüssel, Teile der Post so rasch wie möglich zu verkaufen, gibt der Kanzler die Verschleuderung der österreichischen Post frei", sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser zu Aussagen Schüssels nach dem Ministerrat. "Schüssel startet damit die dritte Schließungswelle nach 2002 und 2005, die die Schließung von weiteren 400 Postämter zur Folge haben wird", ist Moser überzeugt. ****

Moser erinnerte daran, dass seit Antritt der schwarz-blau-orangen Regierung bereits an die 1.000 Postämter zugesperrt wurden und die Versorgungsqualität im ländlichen Raum mit postalischen Dienstleistungen stark vermindert wurde. Ein Verkauf der Post würde unweigerlich weitere Schließungen von Filialen nach sich ziehen, da die künftigen Aktionäre nicht die Versorgungssicherheit, sondern möglichst hohe Gewinne im Auge haben werden, so Moser. "Die Versorgung von ländlichen Regionen wie um Mariazell oder Murau in der Steiermark wird dann weiter nach unten gefahren, und die Menschen am Land haben das Nachsehen", sagte Moser.

Die SPÖ wolle hingegen, dass die Post zu einem Leitbetrieb für Infrastrukturdienstleistungen in Österreich entwickelt werde, so Moser. "Es besteht keine ökonomische Notwendigkeit für eine Privatisierung, weil die Erlöse nicht in das Unternehmen fließen werden, sondern lediglich zum Stopfen von Budgetlöchern verwendet werden wird", so Moser. Den Beteuerungen des Postvorstandes, dass in den nächsten Jahren keine weiteren Postämter geschlossen werden, schenkt Moser keinen Glauben, denn eine derartige Zusage wurde auch nach der ersten Schließungswelle 2002 getätigt, um kurz darauf 310 weitere Ämter zu schließen. (Schluss) ns

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