Österreichisches Hilfsangebot für Hurrikanopfer in den USA

Auch Betreuung der Österreicher geht auf Hochtouren weiter

Wien (OTS) - Die Österreichische Bundesregierung hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Hurrikan-Katastrophe im Süden der USA der amerikanischen Regierung ihre Hilfe bei der Bewältigung dieser Krisensituation angeboten. Am 4. September ist ein offizielles Hilfeersuchen über das Monitoring and Information Center (MIC) der Europäischen Union in der Bundeswarnzentrale in Wien eingelangt.

Die Katastrophen- und Zivilschutzabteilung im Bundesministerium für Inneres koordiniert die Hilfsmaßnahmen und -angebote aus Österreich. Die Anfrage um Beistellung von Zeltplanen, Feldbetten, Hygieneartikeln, Babynahrung, Fertiggerichten und Schmutzwasserpumpen wurde an alle Landeswarnzentralen, Einsatzorganisationen und Ministerien mit dem Ersuchen um Unterstützung versandt.

Das Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich meldete die Bereitstellung von zehn Schmutzwasserpumpen, 500 Zeltplanen und 300 Campingbetten, das Land Vorarlberg ist dazu bereit, seine Einsatz erfahrene Support Unit in die USA zu entsenden, das Rote Kreuz steht mit einem Kriseninterventionsteam mit vier Mitarbeitern bereit, und die Berufsfeuerwehr Wien könnte einen für Katastrophenhilfekoordination ausgebildeten Verbindungsoffizier entsenden.

Die Hilfsangebote wurden vom Innenministerium dem MIC nach Brüssel gemeldet, was tatsächlich in Anspruch genommen wird, wird von der EU mit den US-Behörden geklärt.

In der Zwischenzeit geht die Betreuung der vom Hurrikan und dessen Folgen betroffenen Österreicherinnen und Österreicher in der Region auf Hochtouren weiter. Das neunköpfige Team von österreichischen Helfern, bestehend aus Mitarbeitern von Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium sowie Rotem Kreuz, war bisher mit rund 100 Landsleuten in Kontakt bzw. hat diese betreut. U.a. wurde finanzielle Nothilfe ausgezahlt, für vier Landsleute wurden Notreisedokumente ausgestellt, zwölf Flugtickets für die Heimreise nach Österreich bereitgestellt und bei der Hotelunterbringung, lokalem Transport und bei Umbuchungen geholfen. Zur Evakuierung von 48 Österreichern konnte das österreichische Kriseneinsatzteam beitragen; diesen Landsleuten wurde auch psychologische Betreuung angeboten. Zum Zeitpunkt der Katastrophe haben sich etwa 300 Österreicher im betroffenen Gebiet aufgehalten. Zu zwei Österreichern besteht nach wie vor kein Kontakt.

Die erfolgreiche Evakuierung der österreichischen Staatsbürger innerhalb weniger Tage konnte insbesondere auch dank der guten Zusammenarbeit innerhalb des Teams, mit den EU-Partnern und den zuständigen amerikanischen Behörden in Washington ebenso wie in der Krisenregion sichergestellt werden.

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