Schulen protestieren gegen Lehrermangel

Frais: "Eine Woche vor Schulbeginn wackeln viele Lehrerdienstposten noch immer"

Linz (OTS) - "Die Schulbehörde unter der Leitung von Landesschulratspräsident Enzenhofer versucht angesichts der zahlreichen Hilfeschreie aus den Gemeinden zu kalmieren. Tatsächlich ist aber eine Woche vor Schulbeginn die bisherige Qualität des Unterrichts an zahlreichen oberösterreichischen Schulen nicht nachhaltig gesichert", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais fest. Die Ursache liegt in den sinkenden Schülerzahlen und in dem im Finanzausgleich festgeschriebenen Schüler-Lehrer-Verhältnis begründet. "Für viele kleinen Schulen wird es schwierig den Unterricht auf gewohntem Niveau aufrecht zu halten, wenn sie aufgrund geringerer Schülerzahlen weitere Lehrer und damit auch Unterrichtsstunden verlieren. Klassenzusammenlegungen über mehrere Schulstufen sind die Folge - zulasten der Bildungsqualität", so der SP-Klubchef. Frais appelliert daher nochmals an Landeshauptmann Pühringer keine Qualitätsverluste im Bildungsbereich zuzulassen.

Frais erinnert Pühringer an dessen öffentliche Zusage, dass er über dieses Problem ein Gespräch mit Finanzminister Grasser führen werde. "In einer Woche ist Schulbeginn und bisher hat es weder ein Gespräch mit Grasser gegeben, noch wurden von Pühringer Maßnahmen zur Schaffung einer Lehrerreserve für Oberösterreich ergriffen", betont der SP-Klubobmann.

Die Aussage von Landesschulratspräsident Enzenhofer, laut dem eine Lehrerreserve nicht notwendig wäre, sei eine Missachtung der Probleme all jener LehrerInnen und SchülerInnen, die unter den massiven Kürzungen bei den Lehrerdienstposten leiden. Frais betont: "Sinkende Schülerzahlen dürfen nicht als falsches Sparpotential des Finanzministers interpretiert werden. Sie stellen vielmehr die Chance zur Verbesserung der Bildungsqualität bei gleichbleibenden Kosten dar".

Von Landeshauptmann Pühringer fordert Frais die Garantie, dass es zu keinen weiteren Stundenreduktionen kommt. "Nur auf den Finanzausgleich zu verweisen, ist eine nicht akzeptable politische Erklärung. Beim Finanzausgleich haben die Verhandler nämlich nur nach Kopfzahlen gerechnet und auf die Unterrichtsqualität zu wenig Rücksicht genommen". Der Landeshauptmann dürfe sich nicht auf das Umsetzen von Finanzausgleichsverpflichtungen beschränken, sondern müsse für die bestmögliche Bildungsqualität in Oberösterreich eintreten. "Bitte handeln sie jetzt Herr Landeshauptmann, denn schon in einer Woche ist Schulbeginn", schließt der SP-Klubobmann.

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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