VP-Strobl: Innerstädtische Bezirke bei Musikschulen und Sportmöglichkeiten benachteiligt

VP-Neubau: Leerstehende Geschäfte als Indoor-Kinderspielplätze

Wien (VP-Klub) - Wien rühmt sich als die "Stadt der Musik". Wenn man hinter die Kulissen blickt und die Nachwuchsförderung ansieht, ist diesbezüglich nichts zu merken. LAbg. Walter Strobl, Bildungs-und Sportsprecher der ÖVP Wien, weist in diesem Zusammenhang abermals auf die Vernachlässigung von Seiten der Stadt Wien hin: "Wien ist dank der SP-Stadtregierung wie in vielen anderen Dingen auch letzter bei Musikschulen. Vor allem im innerstädtischen Bereich fehlt diese Möglichkeit der musikalisch fundierten Ausbildung. Lediglich 10 Musikschüler pro 1.000 Erwachsenen unter 30 Jahren haben die Möglichkeit eine Musikschule zu besuchen. Es geht hier nicht um private Angebote, sondern um Qualitätskriterien, die von Musikschulen geboten werden. Zahlreiche Studien weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig Musik für die Persönlichkeitsentwicklung ist. Nicht nur die Gedächtnisleistung und die Feinmotorik der Kinder werden verbessert, auch der Aggressionsabbau und die Bildung der sozialen Kompetenz werden gefördert."

Dezentralisierung der Musikschulen

"Die Stadt Wien, allen voran Vizebürgermeisterin Laska, soll - wenn sie sich nicht darum kümmern will- den Bezirken die Kompetenzen hinsichtlich der Musikschulen überlassen. Die Zentralisierung soll einer Dezentralisierung weichen. Dann wären die Bezirksvorsteher verantwortlich dafür, den Kindern musikalische Erziehung zukommen zu lassen. Jährlich werden an die 2.000 Kinder von Musikschulen abgewiesen. Dass latente Nachfrage besteht ist unbestritten, doch die SP-Rathausmehrheit kümmert dies nicht. Auch hinsichtlich der Sportmöglichkeiten für Kinder ist es im innerstädtischen Raum schlecht bestellt. Im Stadtentwicklungsplan 2005 ist kein einziges Wort über die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten zu finden. Ein Paradebeispiel dafür ist der Bezirk Neubau", kritisiert Strobl die Vernachlässigung der kindergerechten Freizeitgestaltung in Wien.

ÖVP Neubau fordert Musikschule

Patrizia Fürnkranz-Markus, Bezirksparteiobfrau und Spitzenkandidatin der ÖVP Neubau, kritisiert die fehlenden Einrichtungen für Kinder in Neubau: "Der siebente Bezirk ist ein typisches Beispiel für die arrogante Politik der Stadt Wien, aber auch die Ignoranz der Grünen Bezirksvorstehung. Anträge für eine Musikschule in Neubau, die auf Bezirksebene aber auch Landesebene gestellt wurden, wurden bis dato ignoriert. Der Bedarf für eine Musikschule in Neubau ist auf jeden Fall gegeben und man sollte das den Kindern, vor allem bei den spärlichen Freizeitmöglichkeiten im innerstädtischen Bereich, nicht vorenthalten. Volkshochschulen sind aufgrund der abendlichen Öffnungszeiten, dem geringen Angebot an Musikinstrumenten, den höheren Kosten vor allem aber der fehlenden ganzheitlichen Musikerziehung keine Alternative - dies muss Vizebürgermeisterin Laska endlich klar werden."

Indoor-Kinderspielplätze in leerstehenden Geschäften

"Aber nicht nur Musikschulen sondern auch Möglichkeiten für Kinder zum Toben und Spielen in Neubau fehlen gänzlich. Dem Grünen Bezirksvorsteher fiel nichts anderes ein, als ein Cafe für Jugendliche zu eröffnen, das eher ein Parteilokal als einen Ort zur sinnvollen, kreativen Freizeitbeschäftigung darstellt. Die ÖVP Neubau fordert dahingehend nicht nur die Adaptierung der Kinderspielplätze, sondern vor allem einen kindergerechten Indoor-Spielplatz. Eine mögliche stundenweise Betreuung der Kinder, während die Eltern einkaufen gehen können, wäre eine Belebung für die Wirtschaft und die umliegenden Geschäfte. Platz wäre in einem der leerstehenden Geschäftslokale auf der Kaiserstraße oder Burggasse genug - allein der Wille der Bezirksvorstehung fehlt. Neubau gibt sich kreativ, künstlerisch. Dass dies aber vor allem schon bei Kindern gefördert werden muss, wird ignoriert", so Fürnkranz-Markus abschließend.

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