Der Postbus bietet seit heute einen Reisebus für mobilitätseingeschränkte Personen an

"mobibus" startet in Salzburg

Salzburg (OTS) - Komfortables und vor allem selbstständiges Reisen ermöglicht der mobibus künftig Bewohnern und Touristen aus Salzburg mit eingeschränkter Mobilität. 38 Sitzplätze können variabel durch bis zu 11 Rollstühle ersetzt werden. Vom Land anerkannte Organisationen im Umfeld der Zielgruppe erhalten einen Spezialpreis.

Von außen lässt sich der Neuzugang der Postbusflotte allein durch die silberne Farbe von herkömmlichen Reisebussen des Postbus unterscheiden. Nur wenn die hydraulische Hebebühne ausfährt sieht man, für welche Zielgruppen dieser Bus umgebaut wurde.

Hebebühne und Schwebesitz zur Toilette

Zusätzlich zu einer Niveausenkung im Einstiegsbereich um 50 mm ermöglicht eine in den Mitteleinstieg integrierte hydraulische Hebebühne den Fahrgästen bei Bedarf das komfortable Betreten des Busses. Der Innenraum im Sitzbereich ist vollkommen eben. Menschen, die während der Fahrt nicht auf den Rollstuhl angewiesen sind, können mit einem am Dach befestigten Schwebesitz zu ihren Sitzplätzen oder zur geräumigen Bord-Toilette gebracht werden. Andernfalls werden mittels Schnellverschlüssen Reisesitze je nach Platzbedarf ausgebaut. Nun können stattdessen Rollstühle an Schienen im Boden und an der Seite fest verankert werden. Zum Komfort des Reisebusses zählen neben verschiebbaren Sitzen, Klapptischen und verstellbaren Fußablagen eine Bordküche mit Kaffeemaschine und Würstchenkocher sowie ein Kühlschrank.

Landesorganisationen reisen günstiger

Ermöglicht wurde dieses Projekt, basierend auf einer Initiative von LR Blachfellner und des Österr. Zivil-Invalidenverbands, durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren. Unter ihnen Mercedes-Benz, die Pappas Gruppe, EvoBus, Hypo Salzburg und zahlreiche Privatpersonen. Der Postbus stellt im Gegenzug Behindertenorganisationen und andere Institutionen im Umfeld der Zielgruppe, die vom Land anerkannt sind, den Bus zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Die Preisersparnis liegt im Vergleich zum herkömmlichen Mietpreis je nach Strecke und Zeit bei etwa 30 Prozent.

KR Alexander Pappas, geschäftsführender Gesellschafter der Pappas Gruppe über seine Motivation zur Unterstützung: "Wir wissen, dass wir als Unternehmen nur in einer intakten, stabilen und prosperierenden Gesellschaft langfristig erfolgreich sein können. Deshalb leisten wir gerne unseren Beitrag für soziale und kulturell wertvolle Projekte". Der Geschäftsleiter von Mercedes-Benz Österreich, KR Dir. Peter Leißing, ergänzt: "Als Unternehmen mit Sitz in Salzburg freut es uns, dass wir für die Anschaffung des behindertengerechten Mercedes-Benz Busses des Landes Salzburg einen Beitrag leisten können".

Niederflurbus keine Alternative

Die Postbus-Geschäftsführer Dr. Paul Frey und Michael Gassauer wiesen darauf hin, dass Niederflurbusse im Überlandverkehr keine Alternative zum mobibus sind: "Im Stadtverkehr setzen wir bereits jetzt in großer Zahl Niederflurbusse ein. Die meisten sind mit einem hydraulischen Absenkmechanismus - "kneeling" - und einer mechanischen Rampe ausgestattet". Im Überlandverkehr allerdings seien Niederflurbusse auf Grund von geringerem Sitzkomfort und wenig Stauraum nur bedingt geeignet. Insbesondere Rollstuhlfahrern, aber auch älteren Menschen und solchen mit anderen Mobilitätseinschränkungen biete der mobibus nun die Gelegenheit, auch längere Ausflugsfahrten ohne fremde Hilfe zu unternehmen.

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