Aks zu Schulbeginn: Schule ohne Druck und Angst!

Nachprüfungen machen österreichweit vielen SchülerInnen zu schaffen

Wien (SK) Heute, Montag, 5.September 2005 beginnt das Schuljahr in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland für viele SchülerInnen mit einer Nachprüfung. "Der enorme Druck, der auf SchülerInnen aufgrund eines "Nachzipfs" lastet, ist keinesfalls förderlich für die Motivation junger Leute", so Ingrid Gogl, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (aks). ****

"Der Wunsch nach der Abschaffung des Sitzenbleibens im jetzigen Sinne ist schon eine sehr lange Forderung der aks. Es ist nicht sinnvoll, aufgrund einiger weniger negativ abgeschlossener Fächer gleich ein ganzes Schuljahr wiederholen zu müssen", bestärkte Ingrid Gogl ihre Forderung.

Eine Alternative zum momentanen System stellt für Gogl das Modul-oder Kurssystem dar: "Hier wären die Fächer durch Module ersetzt. Bei Nichtabschließen eines Moduls muss nur das jeweilige Modul wiederholt werden, nicht aber ein ganzes Jahr".

Erfreut zeigt sich Gogl über die Schulversuche, bei denen das Modulsystem bereits getestet wird: "Das Modulsystem alleine kann jedoch nicht alles sein. Unsere Schule braucht tief greifende Reformen, kosmetisches Retouchieren, wie es bis jetzt von Seiten der Bundesregierung praktiziert wurde, ist nichts weiter als ein kläglicher Versuch, Bewegung im Bildungswesen vorzutäuschen. Unser selektives Bildungssystem muss umgebaut werden. Eine Gesamtschule wäre ein richtiger Schritt, Selektionsmechanismen vorzubeugen und SchülerInnen individuell zu fördern".

Auch in der Leistungsbeurteilung müsse sich laut Ingrid Gogl endlich etwas verändern. "Dass Noten subjektiv sind, kaum Aussagekraft besitzen und SchülerInnen nur "schubladisieren" ist schon lange klar und vielfach bestätigt. Alternative Beurteilungssysteme wie verbale Beurteilung und Selbsteinschätzung von SchülerInnen würden sich weitaus positiver auf die Motivation auswirken und direkte, brauchbare Anknüpfungspunkte geben", meint Gogl.

"Schule muss für SchülerInnen sein, demnach muss sie auch von Schülerinnen und Schülern gestaltet werden. Viel zu oft bedeutet Schule heute Angst und Druck, das muss sich ändern. Wir wollen eine Schule, in der sich SchülerInnen wohl fühlen und in die sie gerne gehen!" schloss Gogl. (Schluss) ns/mp

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks-Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

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