Pandemie: NÖ Sanitätsdirektor mit Maulkorb ist Fehlentscheidung

Krismer: "worst case" Kommunikation ist notwendig

St. Pölten (Grüne) - Hinter verschlossenen Polstertüren scheint sich die Proporz-Regierung hinsichtlich Vorbereitung auf eine mögliche Pandemie einig. Mittels Umlaufbeschlüsse werden Masken und Medikamente in der Höhe von mehreren Millionen Euro bestellt. "Keine Planung gibt es über Öffentlichkeitsarbeit und Information. Ansonsten ist es unmöglich, dass der Sanitätsdirektor jetzt einen Maulkorb bekommt, wo er lediglich die Prognosen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) darstellt," ortet die Grüne Gesundheitssprecherin eine Fehlentscheidung seitens LR Emil Schabl. Und weiter: "Andere Bundesländer und der Bund wären froh, wenn sie einen derart engagierten hohen Beamten in ihren Reihen hätten."

Es ist keine Panikmache, wenn der schlimmste Fall einer Influenza-Pandemie den Freiwilligen kommuniziert wird. Denn, gerade das Ausmaß des Hurrikans in den USA zeigt, dass eine gute Vorbereitung ein Katastrophenmanagement überhaupt ermöglicht. "Ohne diese "worst case" Information können die Gelder für Virenmasken und den Viren-Blocker fehl investiert sein", ist Krismer überzeugt und meint abschließend: "Selbstinzinierungen von Bezirkshauptleuten und einer Mostviertler VP-Abgeordneten in Medien sind mehr als kontraproduktiv. Das verunsichert die Menschen."

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