Plassnik: "Österreichische Präsenz in Houston weiter verstärkt"

Außen-, Innen- und Verteidigungsministerium schicken Beamte

Wien (OTS) - "Am Freitag wurden ein weiterer Konsularbeamter der Österreichischen Botschaft Washington und ein Mitarbeiter des Österreichischen Militärattachés in Washington nach Houston entsandt. Heute Nachmittag Lokalzeit wird das vier Personen umfassende Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes in Houston eintreffen. Damit stehen dort innerhalb der nächsten Stunden sieben Österreicher für die Betreuung der vom Hurrikan und seinen schwerwiegenden Folgen betroffenen Landsleute zur Verfügung", sagte Außenministerin Plassnik am Freitag. Weitere Mitarbeiter der österreichischen diplomatischen Vertretungen in den Vereinigten Staaten könnten jederzeit mobilisiert werden, alle Vertretungsbehörden in den USA seien in erhöhter Bereitschaft.

Zusätzlich dazu werden sich morgen von Wien aus zwei Beamte des Innenministeriums auf den Weg nach Texas machen. Sie werden den Kontakt zu den Sicherheitsbehörden vor Ort aufnehmen, um ebenfalls die in Not geratenen Österreicherinnen und Österreicher zu unterstützen.

Der zusätzliche Konsularbeamte der Botschaft Washington wird den Österreichischen Generalkonsul, der seit 60 Stunden in Houston im Einsatz ist, unterstützen und entlasten. Er konnte dort bisher neun Österreicherinnen und Österreicher betreuen, mit den in New Orleans auf ihre Evakuierung wartenden Landsleuten ist er in telefonischem Kontakt. Sie sind, den Umständen entsprechend, wohlauf.

Die österreichischen Helfer benutzen die Büroinfrastruktur im Honorarkonsulat Houston. Daneben hat der Österreichische Generalkonsul unmittelbar nach seiner Ankunft gemeinsam mit deutschen und britischen Beamten einen Treff- und Informationspunkt für Österreicher und andere EU-Bürger im Stadion in Houston, das als Auffanglager für die aus New Orleans Evakuierten dient, eingerichtet. Da die Aufnahmekapazitäten dieses Stadions mittlerweile erreicht sind, sind Bestrebungen zur Errichtung eines weiteren Treff- und Informationspunkts im Gange. Generalkonsul Krämer hat darüber hinaus in einer Reihe von Notunterkünften, die der vorübergehenden Unterbringung Evakuierter dienen, seine Kontaktdaten hinterlassen, für den Fall dass Österreicher dort eintreffen sollten.

Der Vertreter des Verteidigungsministeriums soll unter anderem die Koordination mit der amerikanischen Armee und Nationalgarde im Krisengebiet sicherstellen.

Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes wird besonders den in New Orleans auf die Evakuierung wartenden Österreicherinnen und Österreichern im Bedarfsfall psychologische Betreuung per Telefon anbieten; ihnen gilt in diesen extrem schwierigen und belastenden Umständen Priorität.

Plassnik: "Ich habe größtes Verständnis für die wachsende Frustration der Angehörigen angesichts der schwierigen Situation der noch in New Orleans verbliebenen Österreicher. Es gibt aber keine Möglichkeit, dass Österreich oder die EU selbst bei der Evakuierung der EU-Bürger aktiv werden; das können nur die USA machen. Österreich versucht in Zusammenarbeit mit anderen EU-Staaten intensiv auf diplomatischem Weg, bei den US-Behörden eine prioritäre Evakuierung der EU-Bürger zu erreichen."

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