• 02.09.2005, 14:16:22
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Grillitsch: Mitteleuropa für Holzindustrie zukunftsträchtiger Standort

Holztag 2005 zeigt: Preissteigerungen notwendig und möglich

Klagenfurt (AIZ) - "Mitteleuropa ist ein zukunftsträchtiger
Standort für die Holz verarbeitende Industrie. Das beweisen nicht
zuletzt die Kapazitätsausweitungen in Deutschland. Pluspunkte in
Mitteleuropa sind die politische Stabilität, der Rohstoffreichtum,
aber auch die Holzmobilisierungsreserven und die Produktivität",
erklärte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch anlässlich der
Eröffnung des Internationalen Holztages 2005 in Klagenfurt.

Trotz der von der Sägeindustrie zu Beginn des Jahres auf Grund des
Windwurfes in Schweden befürchteten Katastrophe ist die Entwicklung
des Holzsektors sehr positiv. Die Exporte von Nadelschnittholz
konnten im ersten Halbjahr 2005 trotz des ungünstigen Wechselkurses
um 4% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. "Nach dem verheerenden
Windwurf im November 2002 ist wieder Normalisierung eingetreten. Aus
dieser Stabilisierung heraus sind Preissteigerungen für die
Forstwirtschaft nicht nur notwendig, sondern auch möglich. Wir müssen
zu Holzpreisen kommen, bei denen die Forstwirtschaft wieder
Investitionen tätigen kann", so Grillitsch.

Holzmobilisierung zur Standortsicherung

Zur Standortsicherung in Österreich ist dabei eine
Holzmobilisierung notwendig. Die meisten Reserven dafür gibt es im
Kleinwald und bei hof-fernen Waldbesitzern. "Unsere Partner in dieser
Frage sind die Waldverbände in Österreich. Die Entwicklung der
vergangenen Jahre ist dabei absolut positiv: Die gemeinschaftlich
vermarktete Holzmenge konnte gegenüber der Vorjahr trotz schwieriger
Marktbedingungen um 6,3% auf 2,4 Mio. Festmeter gesteigert werden",
betonte Grillitsch. Ziel für die nächsten Jahre müsse eine jährliche
Steigerungsrate um die 10% sein. Dazu würden Kooperationen zusätzlich
zur Industrie mit Maschinenringen oder Frächtern forciert. "Die
Politik hat nicht zuletzt durch den großen Einsatz Österreichs
erreicht, dass ab 2007 im Rahmen der EU-Verordnung zur Ländlichen
Entwicklung Kooperationen zwischen forstlichen Zusammenschlüssen und
der verarbeitenden Industrie gefördert werden können", sagte der
Bauernbundpräsident, der gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses
für Forst- und Holzwirtschaft in der Landwirtschaftskammer Österreich
ist.

Er betonte, dass derzeit große Anstrengungen unternommen werden,
um den Kompetenzbereich Biomasse aus Holz zu forcieren. "Durch das
Kooperationsabkommen Forst-Holz-Papier wird der Traum einer engeren
Zusammenarbeit innerhalb des Holzsektors endlich Wirklichkeit. Das
wird zur Stärkung der gesamten Branche führen", zeigte sich
Grillitsch optimistisch.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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