Grillitsch: Mitteleuropa für Holzindustrie zukunftsträchtiger Standort

Holztag 2005 zeigt: Preissteigerungen notwendig und möglich

Klagenfurt (AIZ) - "Mitteleuropa ist ein zukunftsträchtiger Standort für die Holz verarbeitende Industrie. Das beweisen nicht zuletzt die Kapazitätsausweitungen in Deutschland. Pluspunkte in Mitteleuropa sind die politische Stabilität, der Rohstoffreichtum, aber auch die Holzmobilisierungsreserven und die Produktivität", erklärte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch anlässlich der Eröffnung des Internationalen Holztages 2005 in Klagenfurt.

Trotz der von der Sägeindustrie zu Beginn des Jahres auf Grund des Windwurfes in Schweden befürchteten Katastrophe ist die Entwicklung des Holzsektors sehr positiv. Die Exporte von Nadelschnittholz konnten im ersten Halbjahr 2005 trotz des ungünstigen Wechselkurses um 4% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. "Nach dem verheerenden Windwurf im November 2002 ist wieder Normalisierung eingetreten. Aus dieser Stabilisierung heraus sind Preissteigerungen für die Forstwirtschaft nicht nur notwendig, sondern auch möglich. Wir müssen zu Holzpreisen kommen, bei denen die Forstwirtschaft wieder Investitionen tätigen kann", so Grillitsch.

Holzmobilisierung zur Standortsicherung

Zur Standortsicherung in Österreich ist dabei eine Holzmobilisierung notwendig. Die meisten Reserven dafür gibt es im Kleinwald und bei hof-fernen Waldbesitzern. "Unsere Partner in dieser Frage sind die Waldverbände in Österreich. Die Entwicklung der vergangenen Jahre ist dabei absolut positiv: Die gemeinschaftlich vermarktete Holzmenge konnte gegenüber der Vorjahr trotz schwieriger Marktbedingungen um 6,3% auf 2,4 Mio. Festmeter gesteigert werden", betonte Grillitsch. Ziel für die nächsten Jahre müsse eine jährliche Steigerungsrate um die 10% sein. Dazu würden Kooperationen zusätzlich zur Industrie mit Maschinenringen oder Frächtern forciert. "Die Politik hat nicht zuletzt durch den großen Einsatz Österreichs erreicht, dass ab 2007 im Rahmen der EU-Verordnung zur Ländlichen Entwicklung Kooperationen zwischen forstlichen Zusammenschlüssen und der verarbeitenden Industrie gefördert werden können", sagte der Bauernbundpräsident, der gleichzeitig Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und Holzwirtschaft in der Landwirtschaftskammer Österreich ist.

Er betonte, dass derzeit große Anstrengungen unternommen werden, um den Kompetenzbereich Biomasse aus Holz zu forcieren. "Durch das Kooperationsabkommen Forst-Holz-Papier wird der Traum einer engeren Zusammenarbeit innerhalb des Holzsektors endlich Wirklichkeit. Das wird zur Stärkung der gesamten Branche führen", zeigte sich Grillitsch optimistisch.
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