FSG-Jugend: "Schüssel hat Jugendarbeitslosigkeit verdoppelt"

3,4 Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle

Wien (FSG) - Ende August 2005 kamen in Österreich 3,4 jugendliche Lehrstellensuchende auf eine offene Lehrstelle. 65.293 Jugendliche waren ohne Arbeitsplatz, das sind 10,1 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.++++

"Das ist ein untragbarer Zustand, der Jugendlichen die Zukunft raubt", zeigt sich der Jugendvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), René Pfister, erzürnt und weist auch auf die langfristige Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit hin. "Im Juli 2000 hatte Österreich mit 5,2 Prozent die mit Abstand niedrigste Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der EU-25. Heute hat sich die Jugendarbeitslosigkeit auf 10,1 Prozent verdoppelt und wir sind hinter Dänemark, Irland und die Niederlande auf den vierten Platz abgerutscht - diese katastrophale Entwicklung haben Schüssel und sein Gruselkabinett zu verantworten!" so Pfister.

"Vor diesem Hintergrund ist es nur allzu verständlich, das viele Jugendliche nicht auf den Arbeitsmarkt drängen und stattdessen eine weitere Ausbildung anstreben. Dass SchülerInnen dann in den Klassen zusammengedrängt werden, während hunderte Junge LehrerInnen keine Arbeit finden und Studierende keinen Platz in ihrem Wunschstudium kriegen ist der Treppenwitz von Schüssel und Ministerin Gehrer", meint Pfister.

"Schüssel und Gehrer sollten den parteiinternen Forderungen nach einem Generationenwechsel nachkommen und endlich ihre Sessel räumen. Damit könnten sofort zwei neue Arbeitsplätze für Jugendliche geschaffen und der Weg für eine sinnvolle Jugendbeschäftigungs- und Bildungspolitik freigemacht werden", fordert Pfister abschließend.

FSG, 2. September
2005 Nr. 29

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