Scheibner: Keine Vollmitgliedschaft der Türkei, sondern eine Partnerschaft mit Europa

"Die jetzt eingeschlagene Linie der Türkei in den Verhandlungen mit der Europäischen Union ist abzulehnen"

Wien, 2005-09-02 (fpd) - "Die jetzt eingeschlagene Linie der Türkei in den Verhandlungen mit der Europäischen Union ist abzulehnen. Hier wären doch wenigstens ernsthafte Bemühungen zu erwarten gewesen und keine Überheblichkeit seitens der Türkei", sagte heute der Klubobmann des Freiheitlichen Parlamentsklubs zu den jüngsten Aussagen des türkischen Außenministers Gül.****

Laut Gül werde die Türkei ihr Beitrittsgesuch für immer zurückziehen, wenn die EU neue Bedingungen oder eine Alternative zu einer Vollmitgliedschaft anbieten sollte. "Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Aufnahme von Verhandlungen, die eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union zum Ziel haben, ein Fehler ist", so Scheibner. Auch die Tatsache , dass Österreich mit seiner Forderung nach einer privilegierten Partnerschaft mit der Türkei alleine dastehe, sei ein trauriges Zeichen dafür, wie abgehoben einige Politiker in der EU bereits seien. "Unsere Forderung lautet daher:
Keine Vollmitgliedschaft der Türkei, sondern eine Partnerschaft mit Europa", so Scheibner.

"Ich kann in der Aussage des Türkischen Außenministers, das Beitrittsgesuch der Türkei für immer zurückzuziehen, keine Drohung sehen. Das wäre vielmehr eine sehr elegante Lösung für Europa, um einen Weg aus dieser Situation zu finden", so Klubobmann Scheibner abschließend. (Schluß)

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