Rieder: U1-Verlängerung voll im Plan

Erste offizielle Probefahrt auf der U1-Verlängerungsstrecke; Noch ein Jahr bis zur Eröffnung im September 2006

Wien (OTS) - Die Linie U1 fährt derzeit zwischen Reumannplatz und Kagran. Nun wird sie bis an den nördlichen Stadtrand verlängert. Seit Herbst 2001 laufen die Arbeiten an der rund fünf Kilometer langen Verlängerungsstrecke. In exakt einem Jahr - am 2. September 2006 -wird das neue Teilstück mit den fünf zusätzlichen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau in Betrieb gehen. Die derzeit zehn Kilometer lange U1 wird dann um fünf Kilometer - also um die Hälfte - auf 15 Kilometer angewachsen sein. Insgesamt 19 Stationen hat dann die neue verlängerte U1. Die Hälfte der neuen Strecke führt durch Tunnels, die andere Hälfte ist in Hochlage bzw. im Niveau gebaut. Finanz und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder absolvierte am Freitag die erste offizielle Probefahrt auf der neuen U1-Strecke, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wiener Linien, Dipl.-Ing. Günter Steinbauer.****

Neuer Anschluss an die U-Bahn für 90.000 WienerInnen ab September 2006

"Sowohl die überwiegend von Jungfamilien bewohnte Donaustadt, der flächenmäßig mit Abstand größte Bezirk Wiens, als auch der bevölkerungsstarke Bezirk Floridsdorf bekommen mit der neuen U1 ein weiteres attraktives öffentliches Verkehrsangebot. Immerhin wohnen allein im Einzugsgebiet entlang der Verlängerungsstrecke von Kagran nach Leopoldau fast 92.000 Menschen", so Rieder.

Mit den Bauarbeiten liegen die Wiener Linien voll im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten an der neuen Strecke sind bereits abgeschlossen. Ebenso der Gleisbau. Die Innenausbauarbeiten wie Stahlbau-, Steinmetz- und Glaserarbeiten laufen derzeit auf Hochdruck. Im Herbst wird mit der Wiederherstellung der Oberfläche begonnen. Für das neue Teilstück wurden bisher 466 Bauaufträge an über 200 verschiedene Firmen aus Baugewerbe und Industrie vergeben. 360 Millionen Euro wurden bis dato dafür ausgegeben. Insgesamt werden in das gesamte aktuelle U1-Projekt (inkl. Fahrzeuge und Grundstücksankäufe) 560 Millionen Euro investiert. Die U1-verlängerung sichert über die gesamte Bauzeit bis zur Fertigstellung rund 10.000 Arbeitsplätze.

Das Wiener U-Bahn-Netz wird mit der Verlängerung der U1 im September 2006 auf eine Gesamtlänge von 66 Kilometern (das entspricht der Entfernung zwischen Wien und St. Pölten) anwachsen und über insgesamt 90 Stationen verfügen.

Die U1 bringt den Stadtrand näher ans Zentrum

Die Notwendigkeit der Verlängerung der Linie U1 über die derzeitige Endstelle Kagran hinaus bis zur Stadtgrenze war für die Wiener Linien immer unbestritten. Zum einen war es naheliegend, die großen Wohnsiedlungen Rennbahnweg und Großfeldsiedlung direkt ans U-Bahn-Netz anzuschließen, andererseits konnte damit dem Gedanken des "Schienenverbundprojekts" durch einen optimierten Anschluss an den ÖBB-Bahnhof Leopoldau samt Park+Ride Anlage mit rund 1.100 Stellplätzen Rechnung getragen werden. Die Linie U1 wird - nach der Linie U6 in Siebenhirten - damit zur zweiten U-Bahn-Linie, die bis an den Stadtrand geführt wird. Sie wird die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt wesentlich vom Durchzugsverkehr (Einpendler aus dem Weinviertel) entlasten und darüber hinaus die bestehenden Verkehrsprobleme des großen Einzugsbereichs nördlich der Donau spürbar entschärfen.

In nur 26 Minuten quer durch die Stadt

Bereits ab 2. September 2006 geht‘s über die bisherige Endstelle Kagran hinaus zu den neuen Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung und Leopoldau. Für die nahezu komplette Nord-Süd-Durchquerung Wiens vom Reumannplatz bis zur neuen Endstelle Leopoldau wird man ca. 26 Minuten benötigen. Bewohner der Großfeldsiedlung, die ihrem Auto eine Pause gönnen, sind dann in nur 7 Minuten an der Alten Donau, in 10 Minuten auf der Donauinsel, in 13 Minuten beim Praterstern und in 16 Minuten im Stadtzentrum. Wer beim Rennbahnweg zusteigt, benötigt für diese Strecken jeweils um drei Minuten weniger. Durch den Ausbau der U1 bis zur nördlichen Stadtgrenze wird zweifellos der Autoverkehr innerhalb Wiens "entschärft". Aber auch für die zahlreichen Einpendler aus dem Weinviertel bietet sich dann die Möglichkeit, bei der Station Leopoldau vom Auto auf die Wiener Linien umzusteigen.

Die neuen U1-Stationen:

o Kagraner Platz
o Rennbahnweg
o Aderklaaerstraße
o Großfeldsiedlung
o Leopoldau

wurden architektonisch dem mittlerweile klassischen und auch international angesehenen Design der U1-Stamm-strecke angepasst.

Die Station Kagraner Platz

Die Bahnsteige der Station liegen ca. 13 Meter tief, parallel zur Wagramer Straße. Vom Mittelbahnsteig führen eine Treppe und zwei Lifte zur Wagramer Straße 139 (Aufgang Donaufelder Straße Süd). Zum Aufgang Donaufelder Straße Nord (Hauptaufgang) gelangen die Fahrgäste von der Stationsmitte über Rolltreppen und vom nördlichen Stationsende über eine Treppe und zwei Lifte in das Stationsgebäude. Von hier aus kommt man zu den Bussen 23A (Hirschstetten), 24A (Breitenlee/Neuessling), 31A (Großjedlersdorf) und zur Straßenbahnlinie 26 (Floridsdorf) sowie zu den Regionalbussen ins Marchfeld.

Die Station Rennbahnweg

Die Station Rennbahnweg - sie liegt parallel zur Wagramer Straße - ist in Hochlage mit Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden Bahnsteigenden mit jeweils einer Treppe und einem Lift konzipiert. Der stadteinwärts gerichtete Stationsein- und -ausgang ist südlich des Rennbahnwegs geplant. Von hier aus kann man bequem in die Busse der Wiener Linien umsteigen. Die Bewohner der Wohnhausanlage Rennbahnweg benützen den stadtauswärts gerichteten Ein- und Ausgang auf Höhe der Ladenzeile.

Die Station Aderklaaer Straße

Die Station Aderklaaer Straße liegt in "erhöhter" Niveaulage parallel zur Holzmanngasse und ist mit Mittelbahnsteig und Zugängen an beiden Bahnsteigenden, jeweils mit Treppe und Lift, geplant. Stadteinwärts ist in Verlängerung der Aderklaaer Straße eine großzügige Fußgängerquerung vorgesehen. Der stadtauswärts gerichtete Ausgang führt in die dort geplanten Baulichkeiten und zur Holzmanngasse.

Die Station Großfeldsiedlung

Diese Station befindet sich schräg unter der Kürschnergasse zwischen der Dopschstraße und der Gitlbauergasse. Sie erhält einen Mittelbahnsteig und Aufgänge (jeweils eine Stiege und einen Lift) an beiden Bahnsteigenden. Das stadteinwärts gerichtete Stationsgebäude befindet sich östlich der Kürschner-gasse auf Höhe der Dopschstraße (Hier werden auch die neuen Bushaltestellen errichtet), das stadtauswärts gerichtete westlich der Kürschnergasse im Bereich des derzeitigen EKZ-Parkplatzes.

Die Endstation Leopoldau

Die neue Endstelle der U1 liegt zwischen der Gleisanlage der Nordbahn und der Schererstraße. Auch hier gibt es einen Mittelbahnsteig und Abgänge am Ende des Bahnsteigs. Der Hauptzugang (stadteinwärts) ist mit einer Treppe und einem Lift ausgestattet und mündet über eine hallenartige Erweiterung (mit Shops, Kiosken und Automaten) in die Fußgängerunterführung. Durch diese gelangt man Richtung Süden über eine Treppe bzw. einen Lift zur Schererstraße (Bus-Haltestelle). Richtung Norden erreicht man über eine Treppe und einen Lift den ÖBB-Bahnsteig (S1, S2) und über eine Rampen- und Stiegenanlage am Ende der Unterführung den Bus-Anschluss in der Thaya-gasse. Der stadtauswärts gerichtete Abgang mit Stiegenanlagen und Liften führt zur Schererstraße. (Schluss) gaw

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Mag. Johann Ehrengruber
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Tel.: +43-1-7909/42200, Handy: +43-664/623-44-44
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