Kuntzl zu Market-Umfrage: Besorgnis erregende Ergebnisse zum Kommunikationsverhalten der Jugend

Schule muss sinnvolle Nutzung neuer Kommunikationsmittel vermitteln

Wien (SK) Für SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl sind die Ergebnisse zum Kommunikationsverhalten der Kinder und Jugendlichen in Österreich Besorgnis erregend. Eine Market-Umfrage hat zu Tage gefördert, dass neue Technologien wie Computer und Handy häufig zu mehr Unruhe, geringerer Konzentrationsfähigkeit und zunehmender Kommunikationsunfähigkeit der Kinder führen. "Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Die neuen Entwicklungen in der Kommunikationstechnologie dürfen an den Schulen nicht ausgeklammert werden. Vielmehr muss den Schülerinnen und Schülern ein sinnvoller Umgang mit den modernen Medien vermittelt werden, und es müssen in der Schule Alternativen zum Chatten und SMS schreiben beworben werden", so Kuntzl, die Bildungsministerin Gehrer auffordert, dafür zu sorgen, dass die Lerninhalte den Bedürfnissen der Zeit angepasst werden. ****

"Es macht weder Sinn, Handy und Internet zu verteufeln - sie sind im modernen Informationszeitalter nicht wegzudenken - , noch darf zugelassen werden, dass Chatten und SMSen zur alles beherrschenden Kommunikationsform wird", so die SPÖ-Familiensprecherin Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wichtig sei zum einen, dass den Jugendlichen an den Schulen ein sinnvoller Umgang mit den neuen Kommunikationsmitteln nahegebracht wird. "Wir haben es mit Kulturtechniken zu tun, die etwa im Rahmen von Medienerziehung unterrichtet werden sollten. Es ist aber auch wichtig, die Grenzen aufzuzeigen und auf die Bedeutung von Sprache und Schrift zu verweisen. Verstümmelte Sätze und Smileys dürfen nicht rhetorischer Standard werden", betonte Kuntzl.

Die Schule habe hier insofern enorme Bedeutung, als sie die Möglichkeit hat, Alternativen anzubieten. Leseschwerpunkte, die Förderung von Kreativität, Schauspiel und Rhetorikunterricht seien geeignete Mittel, um einer Verarmung der Sprachkultur und des Ausdrucks vorzubeugen. "Dafür braucht es allerdings die notwendigen PädagogInnen, ausreichend Zeit und finanzielle Mittel. In der Ganztagsschule, wie die SPÖ sie fordert, könnten genügend Alternativen zum Telefonieren und Surfen angeboten werden. Qualifizierte Bildung kann es aber nicht zum Nulltarif geben", so Kuntzl, die abschließend an Gehrer appellierte, im Hinblick auf PISA III nicht tatenlos Besorgnis erregenden Entwicklungen zuzuschauen. (Schluss) cs

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