ÖAMTC fordert eine sofortige Entschärfung des Kostendrucks für Autofahrer

150 Millionen zusätzliche Steuermittel durch explodierende Spritpreise müssen in Entlastungspaket fließen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Zwei Preissteigerungen in einer Woche - "Die Schmerzgrenze ist längst überschritten", stellt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau fest. "Die Autofahrer werden stillschweigend zur Kasse gebeten, wenn sich der Steuertopf durch die steigenden Spritpreise automatisch füllt. Von einer Bereitschaft der Politik auch etwas zurückzugeben ist wenig zu spüren." Allein die explodierenden Spritpreise bringen dem Finanzminister nach Berechnungen des Clubs in diesem Jahr Mehrwertsteuer-Mehreinnahmen von 150 Millionen Euro. Der ÖAMTC fordert, dass diese Mittel zur längst überfälligen Anhebung des Kilometergeldes sowie zur Erhöhung der Pendlerpauschale und des Verkehrsabsatzbetrages verwendet werden. "Entlastung ist das Gebot der Stunde. Jetzt ist die Politik gefragt Zeichen zu setzen und zu beweisen, dass die Sorgen
hunderttausender Autofahrer ernst genommen werden", so die ÖAMTC-Expertin.

Das Tauziehen um die Erhöhung des Kilometergeldes beschäftigt die Club-Expertin seit langem. Der ÖAMTC verlangt eine Anhebung von derzeit 36 auf 45 Cent. Eine Berechnung mit dem elektronischen Autokauf-Berater "Auto-Info" des ÖAMTC zeigt, dass jeder einzelne gefahrene Kilometer bei einem durchschnittlichen Pkw auf 46,2 Cent kommt. "Das derzeitige Kilometergeld von 36 Cent ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Der Satz muss endlich den gestiegenen Autokosten entsprechend auf 45 Cent angehoben werden", fordert die ÖAMTC-Expertin. Noch wehrt sich der Finanzminister. Das Argument: Das Kilometergeld sei gar keine Pauschalabgeltung für Kosten bei Dienstnutzung eines Privatfahrzeuges, sondern eine "Abdeckung zusätzlicher Kosten für dienstliche Fahrten" und als solches eigentlich zu hoch bemessen. Für die Club-Expertin "eine geradezu skurrile Verdrehung der Tatsachen. Man kann niemandem zumuten, dass er privat zusteuern muss, um seinen Job zu erledigen."

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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