Kukacka: Österreich und Serbien festigen Zusammenarbeit im Bereich der Donauschifffahrt

Staatssekretär Kukacka zu bilateralem Arbeitsgespräch in Belgrad

Belgrad (OTS) - Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka traf gestern im Rahmen seiner Tour durch die mittel- und osteuropäischen Donauanrainerstaaten zur Vorbereitung des EU-Binnenschifffahrtskongresses am 15. Februar in Wien und um den Entwurf der Mitteilung der Europäischen Kommission zur Binnenschifffahrt, die während der österreichischen EU-Präsidentschaft zu einem europäischen Aktionsplan für die Binnenschifffahrt entwickelt werden soll, zu diskutieren, zu einem ersten bilateralen Arbeitsgespräch in Belgrad ein. Im Zentrum der Gespräche mit Minister Velimir Ilic standen eine engere Kooperation im Bereich der Binnenschifffahrt und die Entwicklung eines Güterschiff-Liniendienstes auf der Donau zwischen den österreichischen Häfen und dem Großraum Belgrad. ****

Der Zusammenarbeit mit Serbien komme der Bereich der Binnenschifffahrt eine große Bedeutung zu, denn durch die strategische Lage an der Donau sei Serbien ein interessanter Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft und für die Binnenschifffahrt, betonte Kukacka. Bei einem ersten Treffen in Wien am 24.Mai dieses Jahres mit seiner serbischen Amtskollegin Ivana Tomic sei bereits vereinbart worden, die bestehende Kooperation der via donau (Bundeswasserstraßengesellschaft) mit der serbischen "PLOVPUT (serbische Wasserstraßengesellschaft), einer der via donau ähnlichen Organisation, zu verstärken und den bestehenden Kooperationsvertrag mit der via donau zu erweitern.

Ein Thema der Gespräche in Belgrad war die Wiedereröffnung der Donau-Brücke bei Novi Sad, die im April 1999 durch Nato-Bomben zerstört worden war, und die, wie der serbische Minister mitteilte, spätestens am 11. Oktober dieses Jahres wieder eröffnet wird. Damit werde endlich eine große Engstelle für die Binnenschifffahrt beseitigt, so Kukacka. Die behelfsmäßige Pontonbrücke war nur dreimal die Woche für die Schifffahrt geöffnet worden, werde aber mit der Öffnung der wiederaufgebauten Brücke endgültig beseitigt, wie der serbische Minister nochmals bestätigte.

Weiteres Thema der Gespräche war der serbische Masterplan für die Binnenschifffahrt und die Entwicklung eines Güterschiff-Liniendienstes auf der Donau zwischen den österreichischen Häfen und dem Großraum Belgrad sowie die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Häfen zu intermodalen Drehscheiben. Weiters strebe Österreich mit Serbien vor allem eine engere Zusammenarbeit bei der Errichtung von Schifffahrtsinformationssystemen (RIS - River Information Services) an, eine mögliche Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft für das RIS zwischen der via donau und der PLOVPUT wurde erörtert. Gesprächsthema war weiters die Privatisierung der Donauschifffahrtsgesellschaft "JRB - Privet", für die auch österreichische Unternehmen Interesse angemeldet haben.

Auch das bereits bestehende Infrastruktur-Kooperationsabkommen zwischen Österreich und Serbien, innerhalb dessen auch eine Arbeitsgruppe Donauschifffahrt installiert wurde, war Thema der Gespräche mit Verkehrsminister Velimir Ilic."Mit der Erstellung eines nationalen Aktionsplans für die Binnenschifffahrt, dem flussbaulichen Gesamtprojekt östlich von Wien, die Schwerpunktsetzung Binnenschifffahrt für die EU-Präsidentschaft und einer Reihe von Kooperationsabkommen auch mit Beitrittskandidaten wie Serbien betreibt die Bundesregierung eine pragmatische und offensive Binnenschifffahrtstrategie, die zur verkehrswirksamen Verlagerung des Güterverkehrs auf die Wasserstraße auch dringend notwenig ist", betonte Kukacka.

Um die steigenden Verkehrszuwächse im Donaukorridor von jährlich bis zu 8 Prozent bewältigen zu können, sei es daher das verkehrspolitische Ziel der Bundesregierung, die Wasserstraße Donau mit ihren großen Kapazitäten zu einer leistungsfähigen Alternative zur Straße zu machen. "Dafür werden wir mit dem Binnenschifffahrtskongress auch einen entsprechenden Schwerpunkt im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft setzen", so Kukacka. Weitere Arbeitsreisen nach Kroatien, Ungarn, Slowakei, Bulgarien, Ukraine und Rumänien seien noch im Herbst zur Vorbereitung der EU-Präsidentschaft geplant.(Schluss)

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